Top Darbietungen und kreischende Fans!. Elt Talente wollten ins Landesfinale. Doch beim Weinviertel-Finale von "Die NÖN sucht das größte Talent" wurden nur drei Tickets für die Show in Grafenwörth verteilt.

Von Ulrike Grünauer. Erstellt am 23. Juni 2017 (13:56)
NOEN, Ulrike Grünauer

Elf Acts kämpften beim Weinviertel-Finale von  „NÖN sucht das größte Talent“ im Stadtsaal Hollabrunn um den Einzug ins Landesfinale in Grafenwörth (29. Juni)  – und nach tollen Performances, vor allem im Bereich Tanz und Gesang, konnten drei strahlende Sängerinnen über ihr Weiterkommen jubeln:Janine Lutz (Bezirk Korneuburg), Nadine Kaufmann (Bezirk Gänserndorf) und  Sabrina Kreutzberger aus Klosterneuburg singen im Landesfinale.

Den Auftakt der Beiträge machte Mario Grüner aus Korneuburg. Der 29-Jährige brauchte für seine Gesangseinlage „Heart To Heart“ von James Blunt einen Mikrofonständer, der so groß war wie Moderator Andy Marek: „Mario könnte mich wahrscheinlich mit einer Hand hochheben.“ Obwohl er seinen Auftritt souverän meisterte und das Publikum nach einer Zugabe verlangte, reichte es  nicht für ein Ticket ins Landesfinale.

Die 14-jährige Sabrina Lang-Muhr aus Baumgarten (Tulln) singt ebenfalls leidenschaftlich gerne. Für das Weinviertelfinale hat die  Schülerin der NMS-Tulln sogar die Landesschulwoche unterbrochen und ist von Faak am See nach Hollabrunn angereist, um Christina Aguileras „Beautiful“ mit ganz viel Gefühl darzubieten.

Mit Startnummer drei zeigte Balazs Berenyi ein ganz besonderes musikalisches Talent. Der gebürtige Ungar, der nun in Klosterneuburg wohnt und als 24-Stunden-Pflegehilfe arbeitet, verkündete den Zuschauern: „Ich habe mein Instrument einstecken“, und brachte eine silberglänzende Mundharmonika zum Vorschein. Auf dieser gab er „Let It Be“ von den Beatles zum Besten. Berenyi, der sich das Mundharmonika-Spielen selbst in seiner Kindheit beigebracht hat, legte sich voll ins Zeug – doch er konnte damit nicht alle von
sich überzeugen.

Danach gab es eine dynamische Gesangsdarbietung: Stefanie Schnauer wählte für ihren Auftritt „Dangerous Woman“ von US-Sängerin Ariana Grande. Bevor sie loslegte, gab’s für Marek eine kleine Auffrischung der römischen Zahlen: Schnauer hat nämlich das Geburtsdatum ihrer Schwester in ebendiesen über ihrem Herzen eintätowiert, welches der Moderator entschlüsseln wollte.

Die nächste Kandidatin setzte noch eins drauf: Teresa Keinrath aus Stockerau begleitete sich zu ihrem Gesang auf der Gitarre. Bei „Duele El Corazon“ von Enrique Iglesias trumpfte sie zudem mit dem Liedtext in Spanisch auf – zumindest für die Hälfte des Liedes. Andy Marek zeigte sich von dem Können der 17-jährigen Schülerin begeistert.

Energiegeladen ging es bei der Tanz-Darbietung von „Fleur de la vie“ zu. Die zehnjährige  Marlena Gräf (Kammersdorf) und die neunjährige Sophie Bittmann (Laa an der Thaya) versprühten ihre gute Laune und auch das Publikum freute sich mit „Jetzt geht’s los“-Rufen auf das dynamische Duo. „Ich finde es ganz wichtig, dass junge Menschen heutzutage auch Hobbys ausüben, die nicht nur im Sitzen ausgeführt werden“, lobte der Moderator die Tanz-Leidenschaft der beiden. Zu „HandClap" von „Fitz and The Tantrums“ zeigten sie ihre tänzerischen und akrobatischen Fähigkeiten – doch damit sollten sie nicht den Einzug ins Landesfinale schaffen.

Mit Nadine Kaufmann gehörte die Bühne wieder einer talentierten Sängerin. Unterstützt von ihren Verwandten und Freunden im Publikum brillierte die 17-Jährige mit Adeles Ballade „Make You Feel My Love“. Damit brachte sie den gesamten Stadtsaal und Andy Marek ins Schwärmen. Als Marek verkündete, dass die Jugendliche am Landesfinale in Grafenwörth teilnehmen kann, hielt es ihre Fans nicht mehr auf den Sitzen, sie stürmten
kreischend zur Bühne.

Mit Startnummer acht und der Gruppe „Dance Attack“ gab es für die Zuschauer  eine mitreißende Tanz-Darbietung zu sehen. Seit 2015 tanzen die elf Mädels aus Gaweinstal (Bezirk Mistelbach) gemeinsam als eine Gruppe unter Leitung von Simone Pamminger. Ob sie einen bestimmten Tanzstil praktizieren, wollte Andy Marek wissen und bekam als Antwort, dass die Gruppe viele Stile wie Jazz, Hip Hop und Ballett in ihre Choreografie einfließen lässt. Somit legten die jungen Mädels einen originellen Tanz auf die Bühne.

Mit der 25-jährigen Sabrina Kreutzberger aus Klosterneuburg kam als nächstes  eine stimmgewaltige Sängerin auf die Bühne, die „Million Reasons“ von Lady Gaga souverän zum Besten gab. Die Wirtin meisterte ihren Auftritt bravourös, konnte Jury und Fans für
sich gewinnen und löste damit das zweite Ticket für den allesentscheidenden
Auftritt in Grafenwörth.

Mit einem flotten Rock’n’Roll Tanz wollten die beiden „Magic Girls“ Publikum und Jury überzeugen. Dass sie ordentlich etwas auf dem Kasten haben, wissen Manuela und Sophie bereits. Immerhin sind die 13 und 15 Jahre alten Schülerinnen des Tullner Gymnasiums mit ihrer Gruppe unter anderem zweifacher österreichischer Staatsmeister. Beim „NÖN sucht das größte Talent“ versuchten sie, als Duo bis ins Finale zu kommen. So rockten sie zwar voller Energie die Bühne, schafften es aber nicht unter die besten drei des Abends.

Die letzte im Reigen der Talent-Anwärter war die 13-jährige Janine Lutz aus Kapellerfeld (Bezirk Korneuburg). Andy Marek zeigte sich wegen ihrer Zurückhaltung beim Interview verwirrt: „Dabei ist sie eigentlich ziemlich goschat, sagt zumindest ihre Familie“, schmunzelte er. Doch gar nicht schüchtern war sie bei ihrer gesanglichen Darbietung: Mit „Love On The Brain“ machte sie Rihanna allemal Konkurrenz – und das würdigten sowohl Jury als auch die Zuschauer, die sie mit einem Ticket ins Landesfinale belohnten.