Fazit nach Weinduell: Veltliner geht immer. Fünf Gänge mit Weinbegleitung – ein Projekt von Florian Neunteufl und Eugen Setzer, das perfekt ins Weinviertel passt.

Von Christiane Fürst. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:17)
Christiane Fürst
Hans und Eugen Setzer, Leopold Zehetmaier, Florian Neunteufl und Patrick Hendler sind mehr als zufrieden mit dem Weinduell, das in Viendorf imRahmen eines Projekts des Weinmanagement-Lehrgangs Krems ausgetragen wurde.

Klingende Weingläser und köstliche Speisen standen am Samstag in Viendorf im Fokus des Geschehens. Unter dem Motto „Veltliner geht immer“ veranstalteten die beiden angehenden Weinmanager Florian Neunteufl aus Viendorf und Eugen Setzer aus Hohenwarth eine spannende Weinverkostung – samt fünfgängigem Digestifmenü.

Das Besondere: Bei jedem Gang duellierte sich eine Sorte Grüner Veltliner mit einer anderen Weinsorte. Die jeweiligen Gewinner wurden von den Besuchern auserkoren, am Ende gab’s ein Unentschieden.

„Wir sind uns der Konkurrenz bewusst, aber wir stehen für Grünen Veltliner und glauben fest an ihn.“Winzer Florian Neunteufl über den Ausgang des Weinduells

Veranstaltet wurde das Event im Rahmen eines Weinmanagement-Lehrgangs in Krems, an dem Neunteufl und Setzer teilnehmen. Ein Konzept, das jungen Winzern hilft, sich weiterzuentwickeln und in der Weinszene ihr eigenes Profil zu finden, wie Weinpräsentationslehrerin Susanne Rappold-Schlegl betont.

Bei der Veranstaltung in Viendorf sicherten sich die beiden Jungwinzer Unterstützung von ihrem ehemaligen Klassenkollegen und Viendorfer Winzer Leopold Zehetmaier sowie von Patrick Hendler, der zurzeit in Tirol aufkocht. So konnten sich die 50 Gäste auf Weine der drei Weingüter – Neunteufl, Setzer und Zehetmaier – sowie liebevoll zubereitete Spezialitäten rund um Rehcarpaccio, Schweinefilet und Roastbeef freuen.

Von Beginn an verlief die Zusammenarbeit reibungslos. Die Kooperation mit Hendler habe ebenfalls ideal funktioniert, weil sich Neunteufl und der Koch „schon seit Ewigkeiten“ kennen, wie beide sagen, und Hendler sofort offen für diese Idee gewesen sei.

„Florian war bei mir in Tirol zu Besuch. Da hat er mir von dem Maturaprojekt und dem Rahmen drumherum erzählt“, berichtet der Koch, der froh ist, dass er dabei sein konnte. So plante Hendler schließlich die Gerichte und die angehenden Weinmanager suchten die passenden Weine dazu aus. Die Speisenfolge war für den Jungkoch kein Problem, herausfordernd war vielmehr, wieder in der kleinen Küche daheim zu kochen.

Dass der Grüne Veltliner zu jeder Speise am besten passe, behaupteten die Jungwinzer zu Beginn des Events. Durch das Unentschieden wurde diese These zwar nicht zu 100 Prozent bestätigt, das stört die jungen Experten aber nicht: „Wir sind uns der Konkurrenz bewusst, aber wir stehen für Grünen Veltliner und glauben fest an ihn“, erklärt Neunteufl schmunzelnd – natürlich mit einem Glas Veltliner in der Hand.