Pernegg plant Schul-Sanierung. Pünktlich zum 50- Jahr-Jubiläum soll Volksschule erneuert werden. Auch Feuerwehrhaus-Standort (fast) geklärt.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 11. April 2021 (04:56)
Perneggs Bürgermeister Andreas Nendwich.
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Bei der jüngsten Sitzung des Pernegger Gemeinderates stand so einiges auf der Agenda. Auch bei einigen größeren Vorhaben wurden in der Planung Fortschritte gemacht.

Schule wird das Sommerprojekt 2021. So sei das Projekt Volksschulsanierung auf bestem Wege, sagt Bürgermeister Andreas Nendwich. Geplant ist unter anderem die komplette thermische Sanierung der Schule. Dazu gehört der Einbau neuer Fenster inklusive verbesserter Wärmedämmung. Zudem will die Gemeinde einen kleinen Zubau errichten. Eine neue Lüftungsanlage soll auch kommen. Die Option für eine mögliche Verlegung des Eingangs hält man sich offen. Aktuell ist die Gemeinde Pernegg mit dem Einholen von Angeboten beschäftigt, damit im Sommer zügig mit den Arbeiten gestartet werden kann. Etwaige Förderungen sollen laut Nendwich zuvor abgeklärt werden: „Die Schule ist jetzt 50 Jahre alt. Das ist ein guter Zeitpunkt, um das Jubiläum mit einer Sanierung zu feiern.“

Neuvermessung für Rechtssicherheit. Ein weiterer Punkt war eine Neuvermessung der Ortszufahrt Staningersdorf durch den Straßendienst. In der Vergangenheit sei es hier zu Ungenauigkeiten in der Vermessung und der Trennung von Gemeinde- und Privatgrundstücken gekommen. So hätte es laut Nendwich Überschneidungen gegeben. „Zäune wurden teilweise auf Gemeindegrund errichtet und manche Gemeindegründe ragten umgekehrt in Privatgrundstücke hinein. Das wurde jetzt alles korrigiert, was eine tolle Sache ist, denn jetzt herrscht auch wieder Rechtssicherheit“, erläutert er.

Hilfe für die Wälder. Auch die Gemeindewälder waren Thema der Sitzung. Etwa 80 Hektar Wald befinden sich in Gemeindebesitz. Aufgrund vieler Schäden an diesem gab es jetzt ein Ansuchen um eine Neuaufforstung. Vier bis fünf Hektar soll die Neuaufforstung betreffen. Dabei setzt Pernegg auf Naturverjüngung. An einigen Stellen soll aber auch selbst Hand angelegt und neu gepflanzt werden.

Fürs Erste kein Umstieg. Im Zuge dessen wurde auch gleich über einen Beitritt zu „Natur im Garten“ und einer pestizidfreien Gemeinde diskutiert. Hier hält man zumindest momentan noch am Status quo fest. Der Grund dafür sei laut Nendwich, dass viele Grünflächen der Gemeinde privat von Gemeindebürgern gepflegt werden. „Wir wollen jetzt niemanden vor den Kopf stoßen und vorschreiben, wie sie zu arbeiten haben“, sagt er. Der Umstieg sei zwar irgendwann fällig, aber im Moment wolle man diesen eher schrittweise angehen.

Neuer Standort für Feuerwehrhaus. Updates gab es auch zu einigen Grundstückstauschgeschäften der Gemeinde. Die Fläche hinter dem Amtsgebäude ist seit einiger Zeit im Gespräch für eine Aufschließung. Laut Nendwich sind die Verhandlungen mit den jeweiligen Besitzern der Grundstücke schon in der Endphase. „Es hat einige Zeit gedauert, aber wir stehen kurz vor einer Einigung“, berichtet er. Pläne für mögliche Bauprojekte gibt es seitens der Gemeinde bereits. Sobald der Tausch abgehandelt ist, könnte auf der freien Fläche noch heuer mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses begonnen werden.

Brunnen wird bald angeschlossen. Neuigkeiten gibt es auch zum Thema Wasserversorgung. In Ludweishofen wurde vor einiger Zeit ein dritter Brunnen gebohrt. Die Wasserrechtsverhandlung dazu ist laut Nendwich bereits in trockenen Tüchern. Jetzt geht es um eine Verbindungsleitung von eben diesem Brunnen zum Hochbehälter. Geplant ist der Bau dieser für das späte Frühjahr beziehungsweise den Sommer.