Lösung für Radweg in Rosenburg in Sicht. Forderung von Bürgermeister Wolfgang Schmöger nach Tempo-Limit brachte zumindest Teilaufhebung der Sperre. Weitere Gespräche mit BH sind geplant.

Von Georgia Kazantzidu. Erstellt am 14. April 2021 (03:32)
Durch die Errichtung einer Geschwindigkeitsbegrenzung wurde die Sicherheit für die Radfahrer deutlich erhöht.
Georgia Kazantzidu

Besser, aber immer noch gefährlich – das ist zusammengefasst die Beurteilung von Bürgermeister Wolfgang Schmöger über die Teil-Aufhebung der Sperre am Radweg in der Nähe eines Etablissements bei Rosenburg.

Freigegeben wurde ein Großteil der nach einem Felssturz im Juli gesperrten Strecke, nachdem zuletzt nach einem NÖN-Bericht über die lange Dauer der Sperre und die Gefahr, die dadurch für Radfahrer entstand, Bewegung in die Sache gekommen ist. Schmöger hatte vor wenigen Wochen auch via NÖN angeregt, dass es auf der neben dem Radweg entlangführenden B 34 eine Geschwindigkeitsbegrenzung geben sollte. Und die ist jetzt – laut Schmöger zunächst von 100 – auf 70, schließlich auf 50 km/h herabgesetzt worden.

Nur noch direkt an der Stelle, an der im Juli des Vorjahres ein Felssturz niedergegangen ist, ist der Radweg entlang der B 34 derzeit gesperrt. Am Bild: Bürgermeister Wolfgang Schmöger und Vizebürgermeisterin Irene Mantler.
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Nur noch „Felssturz-Stelle“ bleibt gesperrt. Wie Bezirkshauptmann Johannes Kranner erklärte, wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung nach einer Verkehrsverhandlung beschlossen. Als Ergebnis dieser Verhandlung konnte eine Verkürzung der Sperre des Radweges aufgrund der Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h sowie durch Anbringung der Verkehrszeichen „Andere Gefahren“ mit dem Zusatz „Radfahrer queren“ erreicht werden.

Im NÖN-Gespräch zeigte sich Schmöger erfreut, dass sein Vorschlag über die Verhängung einer Geschwindigkeitsbeschränkung Anklang fand und sieht den ersten Schritt erfreulich. Gesperrt ist jetzt praktisch nur mehr jenes Stück, an dem tatsächlich der Felssturz abgegangen ist. „Natürlich kann das keine Dauerlösung sein. Es ist jetzt sicher besser für die Radfahrer, aber trotzdem immer noch eine gefährliche Situation“, sieht Schmöger aber weiteren Handlungsbedarf. Es brauche eine endgültige Lösung, der Radweg müsse durchgehend befahrbar sein.

Gutachten von Wildbach- und Lawinenverbauung soll noch im April diskutiert werden. Demnächst soll es daher eine Zusammenkunft mit dem zuständigen Experten vom Wasser- und Lawinenverband geben. Denn wie Kranner bestätigt, wurde unabhängig von der Verkehrssituation von der Forstabteilung ein ausführliches geologisches Gutachten der Wildbach- und Lawinenverbauung eingeholt, das der Bezirkshauptmannschaft Horn schon vorliegt. Darin sind Maßnahmenempfehlungen für das Gebäude und den Parkplatz des Nachtclubs sowie den Radweg und die B 34 betreffend enthalten. Dieses Gutachten mit den darin enthalten Maßnahmen und Empfehlungen soll noch Ende April mit den Sachverständigen und Experten und im Anschluss mit den betroffenen Parteien beraten werden.

Vor dieser Beratung könne die BH noch keine Details dazu bekannt geben. Jedenfalls werde von Seiten der Bezirkshauptmannschaft Horn zügig an einer Lösung gearbeitet. Wie lange die Geschwindigkeitsbegrenzung und die nunmehr verkürzte Sperre des Radweges tatsächlich bestehen bleiben, wird ganz entscheidend vom Ergebnis und der Mitwirkung der Betroffenen abhängen.