Teenies beschädigten Garser Graffiti-Kunstwerk. „Wir wussten nicht, dass es sich um Kunstwerke im Wert von 17.200 e handelt“, beteuerte Duo. Es wurde zu Strafarbeit verdonnert.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 04. Juni 2020 (08:30)
Symbolbild
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Der Anblick von einigen Graffitis der Freiluftwerkstatt in der Andrea Scherney Straße in Gars brachte einen 17-jährigen und zwei 15-Jährige Möchtegern-Sprüher auf die Idee: „Das machen wir auch“, und sie griffen zur Lackspraydose.

„Weil dort schon Graffitis waren, haben wir geglaubt, es ist erlaubt und wir haben einfach darüber gesprüht. Wir haben uns nix dabei gedacht und wirklich nicht gewusst, dass es sich um teure Kunstwerke handelt“, beteuert der 17-jährige Garser und der mitbeschuldigte 15-Jähriger nickt bejahend mit dem Kopf (der Dritte im Bunde fehlte und wird gesondert verhandelt).

In unterschiedlicher Besetzung hinterließen die Burschen noch an anderen Stellen des Ortes ihre Graffitis: So besprühten sie eine Steinmauer in der Feldgasse, die Innenwände und der Fahrplankassen des Bushaltehauses in der Spitalgasse, zwei Glascontainer am Parkplatz Spitalgasse und die Rückwand der Bushaltestelle Stockerlberg. Die künstlerischen Ambitionen der Jugendlichen verursachten einen beträchtlichen Sachschaden.

Strafrichter Gerhard Wittmann ließ über das geständige und einsichtige Duo Milde walten. Er sowie sowie der Anklageverteter waren mit einer Diversion einverstanden: Gegen Erbringung von gemeinnütziger Arbeit (60 Stunden muss der 17-Jährige, 30 Stunden der 15-Jährige leisten) wird das Verfahren gegen das Duo wegen schwerer Sachbeschädigung eingestellt. Alle waren damit einverstanden.