Bus-Tafeln sollen doch kommen. Bürgermeister Josef Spiegl verspricht mit Aufstellen von Hinweistafeln langjähriges Park-Problem zu lösen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 21. August 2019 (05:12)
Weikertschläger
Trotz des klar ersichtlichen „Halten und Parken verboten“-Schildes ist die Einfahrt von Christine Eske in der Kurve in der Nähe der Jugendherberge häufig von Autobussen für längere Zeit blockiert. Bürgermeister Josef Spiegl verspricht jetzt mit Hinweistafeln für Busparkplätze Abhilfe zu schaffen.

Schon demnächst könnte es zu einem „Happy-End“ in einer bereits jahrelangen Streitfrage in Drosendorf kommen: Bürgermeister Josef Spiegl (ÖVP) verspricht, dass schon bald auf dem Parkplatz im Bereich Badgasse-Fischerring eine Hinweistafel für die Parkmöglichkeit von Bussen angebracht werden wird.

„Ich habe beim Tag der offenen Tür bei der Straßenmeisterei ausgemacht, dass wir demnächst die Tafeln bekommen“, sagte Spiegl zur NÖN. Die Tafeln seien derzeit aber noch in Produktion.

Martin Kalchhauser
Bürgermeister Josef Spiegl (ÖVP).

NÖN-Leser kennen die Geschichte: Immer wieder hatten Busse vorschriftswidrig im Kurvenbereich vor privaten Hauseinfahrten geparkt, um Kinder, die in der benachbarten Jugendherberge untergebracht waren, ein- und aussteigen zu lassen. Besonders FP-Gemeinderat Siegfried Maier – selbst Anrainer am Fischerring – und Christine Eske haben diesen Missstand aufgezeigt. Auch in der Vorwoche wandte sich Eske mit einem Schreiben an die NÖN, in der sie meint, dass sich neben dem Kurvenbereich genügend Parkplätze für Busse befänden.

Dennoch werde nach wie vor laufend ihre Einfahrt von Bussen zugeparkt. Ihr gehe es nicht nur darum, dass man keine Rücksicht auf ihr Recht als Anrainerin nehme, auch die Sicherheit der ein- und aussteigenden Kinder sei wegen vieler Autofahrer, die in der Badgasse mehr als die erlaubten 50 km/h fahren, nicht gegeben. Auch die Vergrößerung der Ein- und Ausfahrt zu Parkplatz 2, den Maier mit seinen langjährigen Forderungen erwirkt habe und der vor ein paar Jahren umgesetzt wurde, habe nichts geändert.

FP-Gemeinderat sieht Versprechen skeptisch

Laut Maier würden sich die Busfahrer auf die derzeit noch fehlenden Hinweistafeln ausreden, sie wüssten nicht, wo sie parken könnten. Die Zustimmung Spiegls, dass die Tafeln nun doch kommen, sieht Maier skeptisch: „Das hat er schon oft gesagt, sie fehlen aber immer noch“, sagt Maier.

Martin Kalchhauser
Gemeinderat Siegfried Maier (FPÖ).

Eske meint, dass die Stadtgemeinde „mit Absicht keine Entschärfung dieser gefährlichen Situation“ wünsche. „Stimmt nicht“, entgegnet der Bürgermeister Spiegl. Zuletzt habe man etwa beim Circus-Jubiläum (die NÖN berichtete) extra Feuerwehr-Mitglieder hier hingestellt, die darauf achteten, dass die Einfahrt bei Eske nicht zugeparkt werde. Auch die Polizei sei gebeten worden, ein Auge auf die Sache zu haben. „Aber“, so Spiegl: „Ich kann nicht alle paar Stunden dort vorbeifahren und schauen, ob jemand vor der Einfahrt parkt.“

Bleibt zu hoffen, dass nach dem Aufstellen der Tafel diese „never ending story“ doch ein für alle Betroffenen zufriedenstellendes Ende findet.