Vorarlberg ist am Bauplatz vertreten. Reisel freut sich, dass Vorarlberger über Online-Plattform Gefallen an Meiseldorf fanden.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 24. September 2020 (04:31)
Niko Reisel: „Haben eine erhöhte Nachfrage nach Bauplätzen.“
Thomas Weikertschläger

Dass alle Beschlüsse in der Gemeinderatssitzung einstimmig erfolgten, ist für Bürgermeister Nikolaus Reisel ein gutes Zeichen. „Das zeigt, dass der Gemeinderat in eine Richtung zieht. Es sind doch drei Fraktionen, aber ein Miteinander ist sichtbar.“ Wichtigster Punkt war die Siedlungspolitik.

„Wir haben eine erhöhte Nachfrage nach Bauplätzen, somit ist die Parzellierung in Kattau und Klein-Meiseldorf am Tapet gestanden“, erklärt der Bürgermeister. Gleich acht Interessenten können nun ihre baulichen Planungen abschließen. „Es ist auch schön, dass wir sogar eine Anfrage aus Vorarlberg haben. Sie werden ihren Hauptwohnsitz in unsere Gemeinde verlegen.“ Die Neo-Meiseldorfer haben laut Reisel über „Wohnen im Waldviertel“ die Gemeinde entdeckt. „Die Plattform genießt eine Ausstrahlungskraft bis nach Vorarlberg!“

Reisel hat als Geschäftsführer der Meiseldorfer Kommunal GmbH zudem einen ersten Geschäftsbericht abgelegt. Die Gemeinde hat die Tochtergesellschaft nach der Errichtung des Nahversorgers gegründet, um als Betreiber auftreten, Personal anstellen und Waren ankaufen zu können. „Das ist vorzufinanzieren und aus dem resultiert ein bilanztechnischer Verlust“, schickt Reisel voraus. Sein Bericht erstreckte sich bis Ende Dezember 2019 über zwei Monate. „Wir haben ein Minus von 10.000 Euro, aber das ist nichts Besorgniserregendes.“ Die nächste Bilanz umfasse ein ganzes Geschäftsjahr und werde aussagekräftiger sein, „auch wenn Corona hineinspielt“.

Ein Wasser-Wert zu hoch und Breitband-Planung

Reisel sprach in seinem Bericht die Trinkwasserversorgung an: Die Gemeinde hängt wegen einer Leckage, die gerade gesucht wird, und einem erhöhten Pestizidwert (Dimethachlor-Desmethoxethyl-Sulfonsäure), der wegen der neuen Wasserverordnung nicht mehr eingehalten werden könne, an der EVN Wasser-Ersatzleitung. „Wir sind an der Behebung“, denkt man an einen zusätzlichen Kohlefilter.

Thema war zudem das Breitband-Internet: „Wir sind in der Detailplanung“, erklärt Reisel, dass sich Meiseldorf in zwei Planungscluster mit Sigmundsherberg und Röschitz beteiligt. Die Planung übernimmt die Kpp Consulting Gmbh aus Schrems mit der NÖGiG. „Ziel ist die Vollabdeckung“, 40 Prozent der Bevölkerung müssten zuerst aber ihr Interesse bekunden.