Kainreither Wehr feierte „90 Jahre“. Wehr wurde nach Großbrand 1929 gegründet. Bei Feier wurde auch das renovierte Kriegerdenkmal gesegnet.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 21. August 2019 (03:34)

Gleich zwei Gründe, ein großes Fest zu feiern, hatte die Feuerwehr Kainreith am vergangenen Wochenende. Zum einen stand das 90-JahrGründungsjubiläum der Wehr auf dem Programm, zweiter Anlass zum Feiern war die Fertigstellung des Kriegerdenkmals.

Nach der Feldmesse und der Segnung des Kriegerdenkmals durch Kräuterpfarrer Benedikt Felsinger informierte Ortvorsteherin Natascha Mang über die Renovierungsarbeiten. Die Kosten von 35.000 Euro wurden durch Förderung seitens des Landes NÖ mit 10.000 Euro, dem österreichischen Kameradschaftsbund mit 1.500 Euro, durch die Gemeinde und durch ehrenamtliche Leistungen seitens der Bevölkerung finanziert.
Mang hob die unentgeltlichen Leistungen von Othmar Schleinzer und Andreas Sachs zur barrierefreien Errichtung des Denkmals hervor. Kommandant Andreas Hofer berichtete dann über die Geschichte der Kainreither Wehr. Ausschlaggebend für die Gründung im Jahr 1929 war ein Großbrand.

33 Aktive bringen 4.000 Stunden pro Jahr

„Bei diesem Brand machte sich das Fehlen einer Feuerwehr im Ort sowie rasch anrückender auswärtiger Feuerwehren bemerkbar“, erklärte er. Besonders bedankte er sich bei Franz Deckenbach, der die Geschicke der Wehr von 1976 bis 2001 leitete und in dessen Ära der Fuhrpark der Wehr und das Feuerwehrhaus modernisiert wurden.

Seitens der Marktgemeinde bedankte sich Bürgermeister Franz Göd bei Hofer und seinen Kameraden – derzeit hat die Wehr 33 aktive Mitglieder und 16 Reservisten – für „ihre Leistungen, ihren Einsatz und ihren Idealismus“. Der rasche Fortschritt in allen Lebensbereichen fordere von den Mitgliedern der Feuerwehren eine Fülle zusätzlicher Aufgaben ein, zumal die technischen Einsätze die Brandbekämpfung überwiegen. Bei Kommandant- Stellvertreter Florian Garhofer, stellte er sich mit einer Dank- und Anerkennungsurkunde für die Erreichung des Feuerwehrleistungsabzeichens in Gold (FF Matura) ein.

Bezirksfeuerwehr-Kommandant Christian Angerer strich hervor, dass den Wehren auch große gesellschaftliche Bedeutung zukomme: „Nicht das Ich, sondern das Wir steht dabei im Mittelpunkt.“ Ähnlich äußerte sich VP-Landtagsabgeordneter Jürgen Maier, für den „die Feuerwehren die Dorfgemeinschaft aufrecht erhalten“. SP-Landtagsabgeordneter Josef Wiesinger hob die Freiwilligkeit der Wehrmänner hervor.

Für die mittlerweile 10-jährige musikalische Umrahmung der Aktivitäten der Wehr stellte sich Kommandant Hofer bei Kapellmeister Heinz Mayer und dem Obmann des Musikvereins Großmugl Leopold Mitterhauser mit einem Erinnerungsgeschenk ein. Jährlich werden von den Kainreither Silberhelmen 4.000 ehrenamtliche Stunden bei Übungen, Schulungen, Einsätzen und Instandhaltungen geleistet.