4. Mio. Euro für Hotel-Projekt am Hauptplatz. Der Horner Immobilien Tycoon Günter Kerbler will im ehemaligen Gasthof Niggl Wirtshaus und neues Hotel errichten – und investiert 4 Millionen Euro.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 19. Juni 2019 (06:20)
Thomas Weikertschläger
Neues Leben soll nach Wunsch von Günter Kerbler demnächst im ehemaligen „Gasthof zum weißen Rössl“ von Alfred Niggl am Horner Hauptplatz einkehren. Er plant hier neben einem Gasthaus auch ein neues Hotel-Projekt.Weikertschläger

Die Gastro-Szene in der Bezirkshauptstadt Horn könnte bald um eine große Attraktion reicher sein – zumindest wenn es nach den Plänen des aus Horn stammenden Immo-Tycoon Günter Kerbler geht. Kerbler hatte bereits vor knapp zwei Jahren angekündigt, im ehemaligen Gasthaus Niggl am Horner Hauptplatz ein Lokal eröffnen zu wollen (die NÖN berichtete), jetzt sind die Umbauarbeiten angelaufen. In den nächsten Wochen und Monaten soll im Horner Zentrum nicht nur ein neues Gasthaus, sondern auch ein Hotel samt Veranstaltungssaal entstehen.

„Auch wenn ich schon 45 Jahre nicht mehr in Horn lebe, ich bin nach wie vor ein Horner“, erzählt Kerbler über seine Beweggründe. „Immerhin ist das hier der beste Platz in ganz Horn. Da braucht es einfach Leben“, sagt Kerbler. Angedacht ist, im rechts vom Eingang befindlichen Teil des ehemaligen Gasthauses ein Cafe/Bistro oder eine Bar oder Vinothek mit etwa 50m 2 einzurichten. Im linken Teil soll eine „typische urige Gaststube“ mit etwa 100m 2 entstehen, daneben noch ein kleinerer Gastraum mit etwa 25m 2 .

Im Hof des Areals ist weiters ein Wintergarten mit 65m 2 , der im Stil einer alten Markthalle errichtet werden könnte, geplant. Den Garten könne man nicht nur als Schanigarten, sondern auch als Veranstaltungsort, etwa für Märkte, nutzen. Ebenfalls im hinteren Bereich des Areals ist ein Saal mit etwa 155m 2 geplant, der für diverse Veranstaltungen genutzt werden könnte.

Im Obergeschoß des Gebäudes will der 63-Jährige ein neues Hotel etablieren. Gerade während einiger Veranstaltungen wie den Festtagen oder Allegro Vivo im Sommer gebe es in Horn durchaus noch Potenzial für weitere Übernachtungsmöglichkeiten. Geplant sind 14 Zimmer über Gaststube und Vinothek und vier Suiten im Bereich über dem Veranstaltungssaal. Lobby und Rezeption werden sich im Untergeschoß befinden.

Suche nach „Wirt mit Leib und Seele“ läuft

Während im hinteren Teil des Gebäudes bereits einige Abbrucharbeiten erfolgt sind, wird der vordere Teil – auch aus Denkmalschutzgründen – nur geringfügig umgebaut werden. Nach der Einreichung des Projektes soll es dann im Herbst so richtig losgehen. Auf der Suche ist Kerbler derzeit aber nach einem „Menschen, der mit Leib und Seele Wirt ist, eventuell auch gleich seine Frau und Kinder mitbringt“, wie er sagt. Denn er möchte im neuen Restaurant auf typische Waldviertler Gastlichkeit und urige Atmosphäre und traditionelle Küche setzen. Ideal wäre es, wenn sich der künftige Wirt auch schon in die weitere Planung einbringe.

Für Kerbler ist das Projekt nicht das erste Großprojekt in seiner Heimatstadt. Zuletzt hat er in das Projekt „Wohnen an der Stadtmauer“ (ehemaliges Ringelhan-Haus) am Hauptplatz und das Wohnbauprojekt im Haus der ehemaligen Konditorei Unterweger (Kirchenplatz 2) insgesamt 4 Mio. Euro investiert. Mit Investitionen in ähnlicher Höhe rechnet er auch für das Gastro-Projekt. Warum er das tut? „Ich will der Stadt etwas zurückgeben und neues Leben ins Stadtzentrum bringen.“

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