Nahversorger eröffnet trotz Coronakrise. Nahversorger geht diese Woche in Betrieb: Firmen arbeiteten zuletzt in Tranchen. Nur Einzelnes fehlt.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 01. April 2020 (06:08)
Besichtigung des Geschäftes zu dritt: Geschäftsführer Julius Kiennast beliefert mit seinem Handelshaus Kauffrau Ilse Hofbauer. Bürgermeister Christian Krottendorfer freut, dass die Nahversorgung aufrecht bleibt.
privat

Der Start des neuen Nahversorgungsgeschäfts wäre für den 3. April mit großem Tamtam geplant gewesen, aufgrund der Coronakrise erfolgt die Eröffnung des „Nah & Frisch“-Marktes im kleinen Kreis. „Das Wichtigste ist aber, dass es mit der Nahversorgung in Röschitz weiter geht“, erklärt Bürgermeister Christian Krottendorfer. Kaufmann Heribert Holzer geht mit 31. März in Pension, somit ist für eine lückenlose Versorgung gesorgt.

Einige Firmen haben in den vergangenen Tagen zumindest noch in kleinen Tranchen im Innenbereich gearbeitet. Zwar fehlen noch einige Details wie Lotto oder die Postpartner-Stelle, die Röschitzer können sich aber im neuen Geschäft mit den Dingen des täglichen Bedarfs eindecken. Da die Straßenmeisterei und die Firma Held & Francke, die den Außenbereich mit den Parkplätzen gestalten hätten sollen, ihre Arbeit eingestellt haben, wird dieser erst später fertiggestellt. Aber, so Krottendorfer: „Wir erfüllen alle Sicherheitsauflagen.“

Geführt wird das neue Geschäft von Ilse Hofbauer (geborene Neuwirth). Die gebürtige Röschitzerin war zuletzt einige Jahre in Wien in Bäckereien tätig und führte dort auch ein Kaffeehaus. Jetzt ergriff sie die sich bietende Chance in ihrer Heimat: „Meine Familie lebt hier, ich war immer stark mit Rö-schitz verbunden.“ Sie möchte in der derzeitigen Situation älteren und kranken Personen die Möglichkeit des Einkaufens im Ort bieten. Engpässe bei Produkten werde es keine geben.

Das Gewohnte wird nicht verloren gehen

„Wichtig war mir auch, den Röschitzern ihre gewohnten Produkte zu bieten“, erklärt Hofbauer, warum sie Holzers Partner (Bäcker und Fleischer) übernommen hat. Zudem setzt sie auf Regionales. Die Mitarbeiter stammen ebenso aus der Umgebung. Neben ihren Schwestern und ihrem Bruder („Wir werden ein kleiner Familienbetrieb“) hat sie je eine Arbeitskraft aus Klein-Jetzelsdorf und Roggendorf angestellt.

Im Geschäft, das eine Gesamtfläche von 230 m aufweist, wird es eine Kaffee-Ecke geben. Hofbauer stirch die Hilfe seitens des Bürgermeisters und der Gemeinde hervor. „Er ist da wirklich sehr bemüht, mich in allen Belangen zu unterstützen.“ Investition: 700.000 Euro.

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