Wahlbeteiligung dürfte deutlich steigen. Die innenpolitischen Turbulenzen der vorigen Woche dürften einen durchaus überraschende Auswirkung haben: Sie haben die Wähler offenbar nicht abgeschreckt, sondern vermehrt zu den Urnen gebracht.

Von APA Red. Erstellt am 26. Mai 2019 (16:05)
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Symbolbild

Die Beteiligung dürfte deutlich steigen, möglicherweise - erstmals seit 1996 - wieder über 50 Prozent. Darauf deuten Vorwahlbefragungen und auch die hohe Zahl ausgestellter Wahlkarten (50 Prozent mehr als 2014) hin.

Die EU-Wahlbeteiligung war bisher immer die mit Abstand niedrigste aller Wahlen Österreich. Seit 1999 blieb immer mehr als die Hälfte der Wähler daheim. Um über 50 Prozent zu kommen, müsste sie um fast fünf Prozentpunkte steigen: 2014 nutzten 45,39 Prozent ihr Wahlrecht.

Unerreichbar scheint allerdings der Wert bei Österreichs EU-Premiere: Damals gingen 67,73 Prozent zur Wahl. Was aber immer noch deutlich niedriger ist als z.B. bei Nationalratswahlen. Da waren 74,91 Prozent im Jahr 2013 der bisher niedrigste Wert, 2017 stieg die Beteiligung stark wie nie zuvor auf 80,00 Prozent.