Verkehr in Weidling in "voller Fahrt". Bei der bereits zum zehnten Mal veranstalteten Podiumsdiskussion mit dem Bürgermeister konnten sich erneut rund 60 Weidlinger zu Wort melden und Fragen stellen.

Von Julia Schönberg. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:12)
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Bereits zum zehnten Mal stellte sich Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (Mitte) in Begleitung von Stadtamtsdirektor Michael Duscher (l.), Bauamtsdirektor Peter Neubauer (r.) und Ortsvorsteher Martin Trat (nicht im Bild) den Fragen der Weidlinger im Ortszentrum.

Den Auftakt der „Bürgermeister im Ort“-Tour durch die Katastralgemeinden begann Bürgermeister Stefan Schmuckenschlagers in Weidling.

Rund 60 Bürger pilgerten trotz des Regens und der Kälte ins Ortszentrum. Ein zentrales Thema war an diesem Abend der Verkehr in und durch Weidling. Über „Bürgermeister im Ort“ sagte Stefan Schmuckenschlager gleich zu Beginn folgendes: „Ich mag das sehr gerne, da es mir die Möglichkeit gibt, Informationen direkt in die Bevölkerungen zu tragen und auch zu erhalten.“

Weitere Themen waren heuer wieder das geplante Pionierviertel samt Einbettung des Umweltbundesamts darin, die B14 Sanierung und der damit verbundene Verkehr durch den Ort und die Weidlinger Enge.

Auch der für 2021 geplante Umzug des gesamten Rathauses in die ehemalige Bezirkshauptmannschaft kam auf den Tisch. Dabei soll der alte (rosa) Teil für zum Beispiel Trauungen erhalten bleiben. Das ehemalige Kino soll im Zuge der Übersiedelung auch wieder belebt werden.

Rund 1,3 Millionen für öffentliches Netz

Schmuckenschlager berichtete in seiner Ansprache ebenfalls von den Verbesserungen in Bezug auf das öffentliche Verkehrsnetz, die bessere Taktung und die dafür ausgegebenen 1,3 Millionen Euro. Weiters sprach Schmuckenschlager von der Errichtung eines Generationenwaldes, in dem 6000 verschiedene Baumarten einen Platz finden sollen. Denn gerade das Eschentriebsterben der letzten Jahre und die damit verbundenen Forstarbeiten und Fällungen bereiten vielen Bürgern Sorge.

Auch die bestehende Bausperre wird laut Schmuckenschlager um ein Jahr verlängert. Besonders wurde heuer die Sanierung der Metzgerbrücke in Weidling besprochen. Dabei wurden natürlich auch die Sorgen der Anrainer laut: zum Beispiel die Frage nach der Befahrbarkeit des Gebietes und der infolge stärkere Verkehr in der Löblichgasse. Geplant ist, dass die Bauzeit etwa zwei Monate dauern soll und eine Holzbrücke für Fußgänger übergangsweise errichtet wird. Diese soll anschließend als neue Brücke hinter dem Gasthaus Trat über den Weidlingbach führen.

Metzgerbrücke wird noch heuer saniert

Generell befürchten einige Weidlinger ein noch stärkeres Verkehrsaufkommen und noch schnellere Geschwindigkeiten durch den Ort - besonders hinsichtlich der B14-Brückensanierung. Diesbezüglich gab es auch Anfragen nach Verkehrsberuhigungen und Gewährleistung der sicheren Überquerung für Kinder durch Schweller und Schutzwege. Dies werde nun von den jeweiligen Verantwortlichen der Stadtgemeinde geprüft und bei Machbarkeit auch umgesetzt.