Orden verlässt nach 61 Jahren den Ort. Der Orden verlässt nach 61 Jahren den Ort. Feier zu Mariä Himmelfahrt.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 25. August 2019 (03:01)
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Jubiläum und Adieu: Ort und Pfarren gratulieren Grotten-Hüter NikolausBachinger (3.v.r.) zum 80er und verabschieden ihn aus Maria Gugging.

Der Ort ist der Gottesmutter gewidmet. Zu ihrem Hochfest pilgern Scharen in die Lourdesgrotte, um gemeinsam Mariä Himmelfahrt zu feiern. Heuer war der 15. August mit einem Abschied verbunden: Der Orden der Missionare von Mariannhill zieht sich aus Maria Gugging zurück, ein letztes Mal hielten die Ordensmitglieder die Heilige Messe vor dem beeindruckenden Natur-Altar.

„Es ist ein Gnadenort, zu dem viele Menschen aus allen Ländern und mit allen Muttersprachen pilgern. An Orten wie diesen zeigt uns Maria den Weg zum Himmel“, schwärmt Pater Christoph Eisentraut von dem besonderen Flair der Lourdesgrotte. Umso schwerer fällt dem Regionaloberen der Mariannhiller Missionare für Österreich das Lebewohl: „Es ist ein schmerzhafter Augenblick, eine solche Wirkungsstätte aufzugeben.“

„Uns tröstet, dass schnell eine Nachfolge gefunden wurde. Maria Gugging bleibt ein Gnadenort.“ Christoph Eisentraut, Regionaloberer Mariannhiller

Die Personalsituation des Ordens hätte es aber nicht ermöglicht, den Wallfahrtsort weiter zu betreuen. Nach 61 Jahren und neun Priestern verlassen die Mariannhiller die Pfarre. Eisentraut: „Uns tröstet, dass schnell eine Nachfolge gefunden wurde. Maria Gugging bleibt ein Gnadenort.“ Pater Artur und Lourdesgrotten-Hüter Nikolaus Bachinger ziehen weiter.

Nach jahrzehntelanger Betreuung hinterlassen die Mariannhiller Spuren, die die Pfarre auch in Zukunft weiterführen wird. „Ordensgründer Franz Pfanner hat gesagt: ,Unser Missionsfeld ist das Reich Gottes, und das hat keine Grenzen.‘ Keine Grenzen ist auch unsere Maxime“, betont Pfarrgemeinderat Theo Weiß, „in Maria Gugging stehen jedem die Türen der Kirche und der Grotte offen.“

privat
In einer Messe in der Pfarrkirche feierte Pater Artur Kania Abschied. Theo Weiß bedankte sich für die pastorale Betreuung.

Ab 1. September übernimmt Stanislaw Korzeniowski die Zügel. Mit dem gebürtigen Polen beginnt in Maria Gugging die Ära der Pallottiner – offiziell heißt der Orden „Gesellschaft des Katholischen Apostolates“, lateinisch: „Societas Apostolatus Catholici“. Den zweiten Namen verdankt die Gemeinschaft ihrem Gründer Vinzenz Pallotti, unter dem sich 1835 Laien und Priestern zusammenschließen, um „die Werke der Liebe und Barmherzigkeit zu fördern“.