Frequency 2019: Party bis zum Abwinken. 200.000 Besucher machten St. Pölten zum Woodstock. Auch Klo’burger ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 21. August 2019 (03:34)
Celina Dinhopl
Auch Melanie Eglesfurtner, Angelika Kohl, Marlene Brix und Lisa Röggl amüsierten sich in St. Pölten.

 Was fast auf den Tag genau vor 50 Jahren in Woodstock begonnen hatte, findet in St. Pölten seine Fortsetzung. Das dreitägige Open Air-Festival Woodstock startete am 15. August 1969 und endete am Morgen des 18. August. Vor geschätzten 400.000 Besuchern traten damals 32 Bands und Solokünstler der Musikrichtungen Folk, Rock, Psychedelic Rock, Blues und Country auf, darunter Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und The Who.

Ein Musikfestival, das zur damaligen Zeit alle Vorstellungen von der Größe einer Musikveranstaltung sprengte. Mit einem Besucherrekord von rund 200.000 Besuchern kann das FM4 Frequency da schon fast mithalten.

RK Klosterneuburg
Alena Widhofer mit drei ihrer Kollegen vom Roten Kreuz Klosterneuburg am Musikfestival Frequency.

Und auch was die friedliche Stimmung unter den Besuchern betrifft. Aus Klosterneuburg war eine Abordnung vom Roten Kreuz am Festivalgelände. „Ich bin seit November 2018 beim Roten Kreuz tätig und hab mir gedacht, dass ein großer Ambulanzdienst auf einem Festival einmal eine neue Erfahrung wäre, und somit hat das Frequency recht gut in meinen Sommerplan gepasst“, erzählt die freiwillige RK-Helferin Alena Widhofer.

Sie ist begeistert, wie es das Rote Kreuz schafft, ohne Probleme eine komplette Versorgung für alle Beteiligten dieser Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Neben der Aufgabe, die Patienten zu versorgen, hatte sie natürlich auch sehr viel Spaß im Team und konnte in den patientenfreien Pausen auch die Musik-Acts genießen. Ihr Dienstbereich lag direkt bei der Hauptbühne. „Es war zwar sehr laut, aber auch sehr cool, da ich einige Bands sehen und hören konnte, die ich sehr gerne hab. Zusammen mit Freunden und Kollegen – auch von der Bezirksstelle Klosterneuburg – hatte ich eine schöne Zeit. Das war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, das ich gerne wieder machen würde“, strahlt Alena vom Roten Kreuz Klosterneuburg.

„Natürlich, alleine würde ich da nicht hingehen. Das ist schon wichtig, dass die Stimmung unter den Leuten passt.“ Tobias Warnicki, Frequency-Besucher aus Klosterneuburg

Für den 19-jährigen Tobias Warnicki aus Klosterneuburg hieß es heuer zum zweiten Mal: Auf nach St. Pölten zum Frequency. „Mir hat es grundsätzlich sehr gut gefallen“, erzählt er im NÖN-Gespräch. Es wäre zwar sehr viel los gewesen, aber trotz des großen Publikumsandrangs war das Rundherum für Tobias in Ordnung. Eine kleine Kritik hat der 19-Jährige dennoch: „Mit den Sanitäranlagen müsste man etwas machen. Da waren einfach zu wenige, und die hätte man wohl öfter ausleeren müssen.“

Für Tobias Warnicki steht das Partymachen nicht an erster Stelle, wenn er Festivals besuchen will. „Natürlich, alleine würde ich da nicht hingehen. Das ist schon wichtig, dass die Stimmung unter den Leuten passt. Aber die Musik muss auch stimmen.“

Und für Tobias passte das auch. Sein absoluter Lieblings-Act 2019: „Swedish House Mafia“. Im Vergleich zum letzten Jahr gab es für Tobias zwar weniger Spitzen-Acts. „Das hat aber gar nichts ausgemacht, im Gegenteil, man konnte dazwischen dafür auch mehr unternehmen.“ Nächstes Jahr will der 19-jährige Klosterneuburger wieder nach St. Pölten fahren: „Aber die Musik muss auch stimmen.“

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