Bei der Flexleiten "hagelt" es Anzeigen. Die Flexleiten ist nur für den Anrainerverkehr offen. Wer das negiert, zahlt.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 17. Juli 2019 (03:57)
APA (Symbolbild)

Wer glaubt, über die Flexleiten die Totalsperre der Kritzendorfer Hauptstraße umfahren zu können, muss mit saftigen Strafen rechnen. Die Polizei geht hier rigoros vor, denn es herrscht Fahrverbot, ausgenommen Anrainerverkehr.

Die Bedeutung „Ausgenommen Anrainerverkehr“ erklärt Chefinspektor Georg Wallner wie folgt: „Wenn man jemanden besuchen oder auch zum Heurigen gehen will, ist das in der Flexleiten gestattet, doch der Lenker muss auch beweisen können, dass er dort war.“ Kann er das nicht, hat das weitreichende Folgen. „Unter dem Titel ‚Falsche Beweisaussage vor der Behörde‘ wird das dann zum strafrechtlichen Delikt“, warnt der Chefinspektor.

„Wenn man jemanden besuchen oder auch zum Heurigen gehen will, ist das in der Flexleiten gestattet, doch der Lenker muss auch beweisen können, dass er dort war.“

Dass trotzdem viele versuchen, die Flexleiten als Umleitung zu verwenden, spürt Wallner am eigenen Leib: „Wir bekommen laufend Anrufe von Anrainern, die sich beschweren, und dem müssen wir nachgehen. Dazu sind wir verpflichtet, und deswegen stehen wir auch oft beim Weißen Kreuz und machen Kontrollen.“

Auch dass die Polizei bei den Strafen rigoros durchgreift, ist für den Chefinspektor der Polizeiinspektion Klosterneuburg ein Muss: „Es gibt da keine Nachsicht. Alle Menschen sind gleich vor dem Gesetz. Wenn man also ein Fahrverbot missachtet, muss man damit rechnen, bestraft zu werden. Wir können nicht den einen bestrafen und den anderen nicht. Da würden wir uns des Amtsmissbrauchs schuldig machen.“