Zeitreise ins Mittelalter in Klosterneuburg . 10.000 Besucher machten eine Zeitreise in die dunkle Epoche.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 22. Mai 2019 (04:04)
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Kaiser Maximilian und seine Gattin Maria von Burgund hielten beim Mittelalterfest Hof und gestatteten so manchen Besuchern eine Audienz.

Knapp neun Jahrhunderte herrschte in Europa das dunkle Zeitalter. Dass das Mittelalter aber nicht nur eine düstere Zeit war, bewies nun das Mittelalterfest. Das Stiftsgelände verwandelte sich am vergangenen Wochenende in eine Flaniermeile von Gauklern, Burgfräulein und Rittern. Und natürlich nutzten auch viele Besucher aus der Gegenwart die Gelegenheit für eine Zeitreise in ein längst vergangene Epoche.

Volles Programm am Stiftsgelände

Rund 10.000 Besucher folgten dem Ruf des Herolds und pilgerten zum Mittelalterfest in die Babenbergerstadt Klosterneuburg. In der mittelalterlichen Kulisse sorgten Spiele, Gaukelei, mittelalterliche Musik, Marionettentheater, Feuershow, Schauschmieden und Unterhaltung für die kleinen Nachwuchsritter und Burgfräulein für das passende Vergnügen.

Aufgrund des sehr großen Erfolges und der guten Resonanz, die die Veranstalter Stadt und Stift Klosterneuburg erhielten, soll das Mittelalter-Spektakel im nächsten Jahr wiederholt werden.

Schon im Vorfeld des zweitägigen Festes lud das Stift Klosterneuburg Prominente zu einem Fest ein. Nach einer Führung durch die aktuelle Jahresausstellung „Des Kaisers neuer Heiliger“ traf man sich in der Vinothek zu Dinner, Weinverkostung und einer Musikdarbietung durch die Gruppe „Die feigen Knechte“.

Der Herold kann verkünden

Dabei philosophierten die geladenen Gäste natürlich auch über das Mittelalter und welchen Beruf sie damals vielleicht innegehabt hätten. Und so kann der Herold verkünden:

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager hätte sich der Judikative zugewandt und als Dorfrichter fungiert.

Jahrhundert-Fußballer Herbert Prohaska: „Ich wäre Robin Hood und würde mit Pfeil und Bogen durch die Wälder streifen und den bösen Menschen das Gold wegnehmen.

Sänger Gary Lux: „Bauer, weil die haben nur ein Zehntel als Steuer abgegeben und wir zahlen heute 50 Prozent.“

Schauspieler Jürgen Maurer: „Auf jeden Fall Abt – zumindest.“

Schauspielerin Maria Köstlinger: An ihren Kollegen Jürgen Maurer gerichtet: „Also wenn du jetzt Abt bist, dann bin ich Priorin.“

Kabarettist Florian Roehlich vom Kabarett-Duo „Flo und Wisch“: „Ich wäre mit Sicherheit Hofnarr, aber ich hoffe ein guter, weil sonst würde ich geköpft.“

Ex-Vizekanzler Michael Spindelegger: „Vielleicht wär ich ein Ritter geworden oder als Bürger in einer Stadt wie Klosterneuburg wäre sicher ein sehr lebenswertes Leben geworden.“

Ob die Berufswünsche in Erfüllung gegangen wären, weiß natürlich niemand. Aber zumindest können sich die Promis schon mal auf ihre Wunsch-Rolle vorbereiten und dann im nächsten Jahr dazu passend am Mittelalterfest von Stadt und Stift Klosterneuburg erscheinen.

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