Augenmerk auf spezielle Aufgaben. Weißer Hof und Landesklinikum Klosterneuburg spezialisieren sich auf gezielte Gebiete. Derzeit gibt es keinen Coronafall in den Häusern.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 28. März 2020 (03:04)
Aktuell sind nur mehr Patienten am Weißen Hof, die aus medizinischen Gründen dortbleiben müssen. Darunter sind zum Beispiel jene Patienten, die beatmet werden müssen.
AUVA

„Alle Reha- und Kureinrichtungen werden geschlossen“ – diese Meldung ging Ende letzter Woche durch die Medien. Von der momentanen Schließung ist natürlich auch der Weiße Hof in Klosterneuburg betroffen. Aber was bedeutet das genau für Patienten und Mitarbeiter?

„Jetzt ist noch eine kleine Anzahl an Patienten, die aus medizinischen Gründen zum Beispiel wegen Beatmung dort bleiben müssen, am Weißen Hof“, erklärt Sonja Rosenberger, Pressesprecherin der AUVA-Hauptstelle. Alle anderen Patienten seien wieder nach Hause geschickt worden. Diese Vorgehensweise gilt natürlich nicht nur am Weißen Hof, sondern auch an den drei anderen Zentren, die von der AUVA betrieben werden.

So leer wie momentan soll der Weiße Hof nach momentanem Stand auch bleiben. Ein Corona-Zentrum sei nicht geplant, so Rosenberger. Aber: „Medizinisches Personal kann, wenn notwendig, in das UKH verlegt werden.“ Bereits jetzt hat zum Beispiel in Salzburg das UKH die komplette Versorgung von Verunfallten übernommen. Als Entlastung für die anderen Krankenhäuser könnte eine solche Regelung auch in Wien eingeführt werden.

Krankenhaus:Krisenstab tagt zweimal täglich

Eine Ausnahmesituation ist die Coronakrise natürlich auch für die Mitarbeiter des Landesklinikums Klosterneuburg. Bereits seit einiger Zeit ist hier ein Krisenstab im Einsatz, der laufend viele wichtige Entscheidungen trifft, um einerseits weiterhin notwendige Behandlungen durchführen zu können, andererseits ein Höchstmaß an Sicherheit für Patienten zu gewährleisten.

An der geburtshilflichen Abteilung gilt es, Schwangeren so gut wie möglich einen sicheren Ort für die Entbindung zu bieten. Das allgemeine Besuchsverbot an den NÖ Kliniken gilt selbstverständlich auch hier: Frischgebackene Omas und Opas müssen sich einstweilen mit einem Foto vom Neugeborenen zufriedengeben.

Da an der chirurgischen Tagesklinik prinzipiell nur geplante Eingriffe durchgeführt werden, die aus Sicherheitsgründen auf spätere Zeit verschoben werden mussten, unterstützen die Chirurgen des LK Klosterneuburg seit dem Wochenende das Team am UK Tulln.

Aktuell (Stand Montag, 23. März) gibt es im LK Klosterneuburg keinen auf Covid19 positiv getesteten Patienten. Derzeit können die Ausfälle aufgrund von Quarantänemaßnahmen durch den umsichtigen und flexiblen Einsatz der Mitarbeiter kompensiert werden.