Unliebsames SPÖ-Präsent an Berndl-Bad. Um auf fehlende Mülltrennung aufmerksam zu machen, kaufte SPÖ Müllcontainer an. Die Freude hielt sich aber in Grenzen.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 26. Juni 2019 (04:04)
Löwenstein
Die SP-Gemeinderäte René Sellmeister und Martin Peterl sowie SP-Vizebürgermeisterin Gabriele Fürhauser mit den gesponserten Mistkübeln. Was mit diesen jetzt passiert,ist unklar.

Mit vier Klappmistkübeln für Altpapier sowie Dosen und Plastikverpackungen wurden Vertreter der SPÖ Korneuburg und Bisamberg vor dem Berndl-Bad vorstellig. Doch die Spende mit dem SPÖ-Logo, die gedacht war, um die fehlende Mülltrennung im Bad anzukurbeln, kam nicht so gut an, wie gedacht. Bad-Geschäftsführer Christoph Peißig verwies auf einen Bad-Beiratsbeschluss, nach dem Parteiwerbung innerhalb des Bad-Areals unerwünscht ist.

Müll landet oft gar nicht im Mistkübel

„Nur Mistkübel hinzustellen ist leider einfacher als gedacht“, klagte Peißig den SPÖ-Politikern sein Leid. Schon die normalen 50 Mistkübel würden nicht immer genutzt, der Müll lande regelmäßig hinter Sträuchern. Mülltrennung sei auch eine Personalfrage, denn die Fehlwürfe müssten sortiert werden, „sonst zahlt man Strafe“, verwies der Geschäftsführer.

SP-Gemeinderat Martin Peterl aus Korneuburg bezeichnet die Mistkübel-Spende als Anstoß für mehr Umweltbewusstsein. „Wenn bei über 240.000 Besuchern jeder zehnte eine Plastikflasche mithat, fallen 24.000 Flaschen an“, führt der Bisamberger SP-Gemeinderat René Sellmeister vor Augen. SP-Vizebürgermeisterin Gabriele Fürhauser versteht die Problematik nicht: „Jeder Haushalt trennt Müll, das kann doch nicht so schwierig sein?“

Für VP-Bürgermeister Christian Gepp ist die Spende ohne Vorinformation der falsche Weg. „Wozu gibt es Ausschüsse?“, fragt er. Es hätte im Bad schon zaghafte Versuche bezüglich Mülltrennung gegeben, „aber die Leute halten sich nicht daran“, bedauert er. Ad acta will er das Thema dennoch nicht legen: „Es gibt schon eine Idee ...“