Wende im Fall der ausgesetzten Welpen an der A5. Die Besitzerin der Hunde hatte den Vorfall mit der Tasche am Parkplatz offenbar erfunden, um die Tiere los zu werden.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 14. Juni 2019 (12:42)

Eine überraschende Wende nahm der Fall der sechs ausgesetzten Welpen auf der Raststation Hochleithen an der A5 (Bezirk Mistelbach). Wie sich nun herausgestellt hat, war die Finderin in Wirklichkeit die Besitzerin der Hunde und hat die Hunde unter dem Vorwand, sie in einer Tasche am heißen Parkplatz gefunden zu haben, abgegeben. Die jungen Hunde kamen zuerst in ein Tierheim nach Wien und wurden dann vom zuständigen Mistelbacher Tierheim Dechanthof abgeholt.

Aufgeklärt werden konnte der Fall nur durch die Aufmerksamkeit von Birgit Prohaska. Sie betreibt den Tierschutzverein Welpennesterl in Korneuburg und erinnerte sich, dass ihr die Welpen vor zwei Wochen angeboten wurden. "Eine Dame aus Wien hat mich angerufen und gefragt, ob ich die Welpen übernehmen kann. Die Mutter hätte sie mir auch gleich gegeben, weil sie soviel bellt", schüttelt die Tierschützerin den Kopf.

Tierheim Dechanthof Mistelbach
Diese sechs süßen Hundewelpen bekamen am Dechanthof die Namen Bailey, Tequila, Barcardi, Malibu, Bourbon und Whisky.

Schließlich schickte ihr die Frau Fotos der damals sechs Wochen alten Hunde. Prohaska vermittelte Kontakte zu Tierschutzvereinen, weil sie selbst derzeit aufgrund von Platzmangel keine weiteren Hunde aufnehmen kann. "Ich habe ihr noch gesagt, sie soll sich nochmals rühren, falls sich nichts findet. Ich habe aber nichts mehr von ihr gehört", schildert sie. Als sie dann die Fotos der angeblich ausgesetzten Welpen sah, schrillten bei ihr sofort die Alarmglocken und sie alarmierte den Dechanthof, der nun weitere Schritte einleiten wird.

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