Hans Mosser: Zeit für Hunde, Musik und Buch. Radiologe Hans Mosser (65) verlässt Kremser Klinikum nach 15 Jahren. Hobbys werden den Ruhestand ausfüllen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 16. Januar 2021 (05:40)
Wird sich in der Pension sicher nicht fadisieren: der frühere Kremser Radiologie-Vorstand Hans Mosser mit seinem American Bulldog-Rüden „Pauli“.
NOEN

Als „engagiert, hilfsbereit und unumstrittener Experte auf seinem Fachgebiet“ wird der bisherige Primarius für Radiologie, Hans Mosser (65), beschrieben. Nach 15 Jahren an der Spitze des Instituts am Klinikum Krems wurde er nun in den Ruhestand verabschiedet. Fad wird ihm da aber sicher nicht.

Mosser ist nämlich Gründer des Hundemagazins WUFF, als dessen Chefredakteur er seit der Gründung vor 25 Jahren fungiert. „Da werde ich jetzt endlich wieder mehr Zeit aufwenden können“, meint Mosser im Telefonat mit der NÖN. Daneben hat der in Maria Anzbach im Wienerwald wohnhafte Mediziner seit dem ersten Lockdown ein neues Hobby, dem er ebenfalls mehr Zeit widmen möchte. „Die steirische Ziehharmonika hat mir immer schon gefallen“, meint der Saxophonspieler. „Und so habe ich mir im Frühling dieses Jahres eine ausgeborgt und das Spielen via Internet-Unterricht begonnen.“ Zwischenzeitlich hatte er auch schon persönlichen Unterricht, und das Musizieren mit dem neuen Instrument taugt dem Neo-Pensionisten sehr.

Der Stadt Krems, wo er eineinhalb Jahrzehnte Dienst versah, will Mosser jedenfalls verbunden bleiben. Dafür spreche die Gastronomie, die Kultur, der Wein und das Laufen an der Donau, das er immer sehr genieße. Schließlich ist der Hundefreund auch im Kremser Tierschutzverein für das Kremser Tierheim engagiert.

Buchprojekt verbindet Theologie und Medizin

Ein besonderes Buch-Projekt des Arztes wird in der Pension schließlich ebenfalls einen Teil der Freizeit füllen: Mosser ist nämlich nicht nur Doktor der Medizin, sondern auch Magister der Theologie. In seiner Abschlussarbeit hatte er sich mit der Passion und dem Kreuzestod Jesu aus medizinischer Sicht beschäftigt. Sein im Entstehen befindliches Werk beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Spiritualität und Religiosität auf der einen Seite sowie Gesundheit und Krankheit bzw. Heilung auf der anderen. „Es geht um den Zusammenhang zwischen Geist und Körper“, freut sich der Autor, dass das Buch voraussichtlich Ende 2021 fertig sein wird.

Dass viele Mitarbeiter dem scheidenden Chef nachtrauern, wird klar, wenn man seine persönliche Einstellung zum Team kennt. „Wir sind nicht nur Mediziner und Radiologie-Fachleute, wir sind auch Menschen. Und mir ist es immer darum gegangen, ein gutes Umfeld für alle Mitarbeiter zu schaffen.“ Getreu der Überzeugung, dass man gut mache, was man gerne mache, sei das „der erste Schritt zu einer besseren Medizin“.