Alkolenker versenkte Auto im Stausee Ottenstein. Zu viel "getankt" hatte ein Tscheche bei einem Ausflug zum Stausee Ottenstein. Er fuhr mit seinem Kombi ins Wasser. Zum Glück ging der Vorfall für die beiden Insassen glücklich aus.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 04. Juli 2020 (15:01)

Ein Großeinsatz der Feuerwehr samt Tauchern und einem Bergekran eines privaten Unternehmens war die Folge eines Zwischenfalls am Abend des 1. Juli beim Stausee Ottenstein.

Im Retourgang in den See

Ein tschechischer Lenker (51), der gemeinsam mit seinem Sohn (18) als Beifahrer unterwegs war, schob am 1. Juli kurz nach 20.30 Uhr beim Rangieren in der Nähe des Bootsverleihs mit seinem VW zurück. Doch er übersah, dass er bereits unmittelbar neben dem Wasser war. Der Pkw stürzte über eine mehr als einen Meter hohe Böschung ins Wasser.

Insassen konnten sich retten

Den beiden Insassen gelang es zum Glück, sich aus dem sinkenden Fahrzeug zu befreien und ans rettende Ufer zu schwimmen. Die Erkundung der zu Hilfe gerufenen Feuerwehr Peygarten-Ottenstein brachte rasch die Erkenntnis, dass das Auto zwar in erst mehreren Metern Tiefe zum Stillstand gekommen war, jedoch immerhin keine Betriebsmittel austraten. Sicherheitshalber wurden rund um den Notfallort dennoch Ölsperren errichtet.

Fünf Meter tief abgesunken

Zur Bergung des Unfallfahrzeuges wurde die Tauchgruppe Nord des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes alarmiert. Ebenso organisierten die FF-Helfer bei einer privaten Firma einen Lkw mit Heckkran. Bei einem ersten Tauchgang fanden die Helfer den Pkw in rund fünf Metern Tiefe vor. Dort verhinderte ein großer Felsbrocken das weitere Abrutschen des Fahrzeugs.

Ballons ließen Pkw auftauchen

Mit Hilfe von Hebeballons holten die Feuerwehrkräfte das stark beschädigte Fahrzeug an die Oberfläche. Dort wurde es zum schon bereitstehenden Kran gezogen, an starken Ketten an Land gehievt und schließlich auf einen Lastwagen verladen und abtransportiert. Der Einsatz hielt die eingesetzten Kräfte bis gegen 1 Uhr auf Trab.

Lenker war auch innen "feucht"

Bei der Suche nach der Ursache des Zwischenfalles herrschte schnell Klarheit. Bei einer Alkoholkontrolle stellte sich nämlich heraus, dass der Tscheche zum Zeitpunkt des Unfalles fast 2 Promille Alkohol in der Blutbahn hatte.