Kremser Donau-Uni bietet neuen Lehrgang für Volksmusik. Ziel ist Vermittlung eines professionellen und zeitgemäßen Begriffes dieser Gattung.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 26. Juli 2019 (06:49)
Volkskultur Niederösterreich/Petra Suchy
Sind stolz auf die Kooperation zwischen der Donau-Universität Krems und der „Volkskultur Niederösterreich: Eva Maria Stöckler und Dorothea Draxler (von links).Petra Suchy

„Die Volksmusik ist für mich elementare Musikerziehung", ist Dorothea Draxler überzeugt. Die Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich gilt als Hauptinitiatorin des neuen „Lehrgangs Volksmusik“, der seit Juli 2019 an der Donau Universität Krems angeboten wird.

Das Ziel: einen modernen Begriff von Volksmusik zu vermitteln. Man wolle zeigen, dass sie nicht unbedingt „altbacken“ sein muss. „Außerdem gibt es augenscheinlich zu wenig Ausbildung und vor allem musikalische Verinnerlichung“, so Draxler. Dabei habe sich das Musikschulwesen ganz toll entwickelt. Das Angebot richte sich vor allem an Musiklehrer, Professionelle, aber auch an Amateur-Volksmusiker. „Der Lehrgang ist überhaupt das erste derartige Angebot in Niederösterreich“, betont Draxler.

Schulung in Theorie und Praxis der Volksmusik

Die Teilnehmer des zweisemestrigen Lehrgangs werden sowohl in Theorie als auch Praxis der Volksmusik geschult. „Das Programm besteht aus vier Modulen, die je an einem Wochenende stattfinden werden. Los geht’s aber mit einer Juli-Woche in der Schallwellen-Musikwerkstatt in Lunz am See (Bezirk Scheibbs)“, berichtet Eva Maria Stöckler vom Institut für angewandte Musikforschung der Donau-Uni Krems.

Danach wird den Teilnehmern Theoriewissen, vor allem zur Alpenländischen Volksmusik, vermittelt. Außerdem sollen sie in Archivarbeit und im Umgang mit neuen Medien geschult werden. „Es geht ja auch um zeitgemäße Vermittlung“, so Stöckler.

Der Umgang mit Notensatzprogrammen am PC wird auch eine Rolle spielen. In einer abschließenden Sommerwoche im August 2020 müssen die Musiker in Hollenstein (Bezirk Ybbs) ein Stück erarbeiten und später präsentieren sowie eine Arbeit dazu verfassen. Die Kosten für den Lehrgang betragen insgesamt 2.400 Euro.