Umweltprojekt: Ein Klimapark beim Teich. Der beliebte Löschteich im Zentrum von Brunn/Felde – Anziehungspunkt für jede Bevölkerungsschicht – soll Mittelpunkt eines geplanten „Klimaparks“ werden.

Von Christian Leneis. Erstellt am 24. Januar 2021 (05:38)
Freuen sich schon auf den geplanten Klimapark: Gemeinderätin Erika Waldum, Bürgermeister Franz Brandl und Umweltgemeinderat Heinz Svehla (v. l.).
Chris Leneis

Historische Aufnahmen zeigen, dass der Teich mitten in Brunn/Felde schon immer ein Löschteich war. Dieser wurde zur Haltung von Gänsen verwendet und erfreute sich vor allem bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit: zum Planschen im Sommer und zum Eislaufen im Winter. Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur verstärkt, sondern zudem wurde das Areal rund um den Teich beim alljährlichen Feuerwehrfest oder auch beim Weihnachtsmarkt als stimmungsvolle Veranstaltungslocation immer beliebter. Dazu setzen sich ältere Personen gerne in die wärmende Frühlingssonne oder im Hochsommer unter die Schatten spendenden Bäume. Das soll jetzt noch vertieft werden.

Weil der Zahn der Zeit schon sehr an dem alten Teich genagt hatte (der Teich ist an mehreren Stellen undicht, durch den Temperaturanstieg in der Atmosphäre hat die Veralgung im Wasser zugenommen und der Baumbestand rundherum ist erkrankt), hat die Gemeindeführung schon länger eine Sanierung ins Auge gefasst. Die Förderung von Umweltprojekten durch die Landesregierung schafft nun die Möglichkeit, nicht nur den Teich zu sanieren, sondern auch den weitläufigen Platz rundherum zu einem „Klimapark“ umzugestalten.

Gemeindebürger als „Partner des Klimaparks“

Erster Teil der Arbeiten werden die technischen Sanierungsmaßnahmen sein: Neben der Abdichtung des Teichbodens und der Einfassung werden technische Hilfsmittel zur Befüllung und Entleerung installiert, und mehrere Springbrunnen sollen das Algenwachstum hemmen. Auch die Wiese, die Bäume und die Blumenbeete sollen künftig mithilfe des Teichs bewässert werden. Weiters werden die Baumlücken durch Neupflanzungen geschlossen, kranker Baumbestand wird ersetzt, und es werden Blumen- und Nutzpflanzenbeete sowie Obststräucher angelegt.

Entsprechende Möblierungen und ein Begegnungspavillon mit Tischen und Bänken soll Gäste anlocken. Für Schatten sollen auch Photovoltaikmodule sorgen, die den Strom für die Springbrunnen und die Beleuchtung liefern werden. Es wird auch eine „Stromtankstelle für Mobiltelefone, Tablets und E-Fahrräder geben.

Jeder Bürger der Gemeinde wird auch die Gelegenheit erhalten, sich kostenlos mit einer Tafel am Haus als „Partner des Klimaparks“ zu deklarieren. Details dazu erfahren Interessierte am Gemeindeamt.