Bleibt Kopetzky Lengenfelder Ortschef?. Am kommenden Gründonnerstag wird gewählt, und es wird in Lengenfeld einen neuen Bürgermeister geben.

Von Christian Leneis. Erstellt am 08. April 2020 (05:23)

Ganz rasch will die Gemeinde Lengenfeld jetzt die konstituierende Sitzung nachholen, um als letzte Gemeinde im Bezirk offiziell in die neue Gemeinderatsperiode starten zu können. Eine Wahlanfechtung seitens der ÖVP und fehlende Beschlussfähigkeit in der Vorwoche (die NÖN berichtete mehrfach) haben für Verzögerungen gesorgt.

Die rechtlichen Voraussetzungen sind nach dem Scheitern der vorwöchigen Sitzung jedenfalls einfach: Bei der Sitzung am Gründonnerstag (9. April) wird es einen Bürgermeister geben, unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mandatare. Gewählt kann aber nur werden, wer anwesend ist.

Keiner weiß wie sich Thaller verhalten wird ...

Wie in der Vorwoche werden die Vertreter der SPÖ und der Bürgerliste anwesend sein. Grundsätzlich sollen nach Auskunft von ÖVP-Chef Jürgen Meier auch die Vertreter seiner Fraktion zugegen sein: „Ich kann aber niemandem vorschreiben, an dieser Sitzung teilzunehmen.“

Wer nach dem Gründonnerstag Bürgermeister von Lengenfeld sein wird, kann nur vermutet werden: Sowohl Bürgermeister Christian Kopetzky, als auch ÖVP-Chef Meier und (Noch-)Vizebürgermeister Ernst Thaller halten sich bedeckt. Meier beruft sich auf ausstehende Verhandlungen mit Kopetzky (nach Redaktionsschluss), Kopetzky und Thaller wollten keine Erklärung abgeben.

In Lengenfeld gibt es das Gerücht, dass schon klar sei, dass Christian Kopetzky Ortschef bleibt. Keiner weiß aber, wie sich Ernst Thaller bei der Bürgermeisterwahl verhalten wird und wie ihm die SPÖ die Unterstützung schmackhaft machen konnte. Auch dazu gab es keine Erklärungen von Kopetzky und Thaller. Offen ist auch die Frage nach dem Vizebürgermeister: Sollte Thaller weiterhin Vize bleiben wollen, müsste die SPÖ ihm nämlich einen ihrer Vorstandssitze abtreten.