220-facher Protest gegen Baupläne in Krems. Bewohner machten auf Anliegen aufmerksam. Flut von Eingaben gegen Vorhaben.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 19. Juni 2019 (06:32)
Martin Kalchhauser
Vor der Sitzung des Bauausschusses am 12. Juni demonstrierten Bewohner des Wachtbergs und der Gaswerkgasse vor dem Service Center Bauen gegen die Pläne der Neubauten im Bereich der Wieden und die Änderung der Bauklasse im Bereich Wachtbergstraße und Josef-Meller-Gasse.

Mit einer Demonstration vor dem Service Center Bauen der Stadt Krems in der Bertschingerstraße machten vor der Bauausschusssitzung am frühen Nachmittag des 12. Juni rund 40 Bewohner mit Transparenten und Plakaten sowie Fotomontagen Luft.

Wie die NÖN berichtete (siehe hier) , richtet sich heftiger Widerstand gegen ein großvolumiges Bauprojekt in der Gaswerkgasse (ehemalige EVN-Zentrale) sowie eine Erhöhung der Bauklasse für den Bereich Wachtbergstraße und Josef-Meller-Gasse.

Mit Tafeln, auf denen unter anderem „Verkehrschaos“ und „Monsterbau“ zu lesen war, konfrontierten die Demonstranten die ankommenden Bauausschuss-Mitglieder aller Fraktionen des Gemeinderats. Kritisiert wurde, dass das Projekt bereits feststehe und es dann eine „Pseudo-Bürgerinformation“ gegeben habe. Im Bereich Wachtberg wurden 60 Einwände eingebracht, im Bereich Gaswerkgasse sind es sogar über 160 (ablehnende) Stellungnahmen.

Persönliche Kritik von Seiten der Protestierenden gibt es auch an Baustadtrat Günter Herz. Er habe das Gebäude zur Sitzung durch einen Nebeneingang betreten, um den Demonstranten auszuweichen. „Stimmt nicht“, meinte Herz auf Nachfrage der NÖN. „Ich war, als die Demo begonnen hat, bereits drinnen und mit der Vorbereitung der Sitzung beschäftigt.“