Winzer Krems erzielten Export-Rekord. Jede zweite Flasche Wein der Winzer Krems wird im Ausland getrunken. Großbauvorhaben liegt genau im Plan.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Februar 2020 (11:20)
Sichtlich erfreut über die Qualität des Jahrgangs 2019: Kellermeister Franz Arndorfer, Obmann Franz Bauer und Geschäftsführer Ludwig Holzer bei der Qualitätskontrolle.
Foto: Winzer Krems/ Gregor Semrad

Vor viereinhalb Monaten – am 1. Oktober 2019 – hat Ludwig Holzer die Geschäftsführung der Winzer Krems von Franz Ehrenleitner übernommen. Eine erste Bilanz fällt sehr positiv aus.

2019 konnte Winzer Krems – 900 Mitgliedswinzer, 1.200 Hektar Rebfläche und 90 Mitarbeiter – erstmals den Flaschenwein-Export auf über 50 Prozent steigern: Exakt 51,7 % des Flaschenwein-Umsatzes wurden außerhalb Österreichs erwirtschaftet.

Exportland Nummer 1 ist nach wie vor Deutschland, wo bereits 1972 in Passau eine Vertriebsniederlassung gegründet wurde, vor den Niederlanden und den USA. „Darüber hinaus konzentrieren wir uns auch auf die Zukunftsmärkte in Fernost sowie Osteuropa, insbesondere Russland“, so Holzer, der mit seiner über 30-jährigen Exporterfahrung und einem ambitionierten Team noch viel Potenzial sieht.

„Wir konzentrieren uns jetzt auch auf die Zukunftsmärkte wie Osteuropa, Russland und Fernost.“Winzer-Chef Ludwig Holzer

Mit dem Weinjahrgang 2019 ist eine tolle Basis für die Fortsetzung des erfolgreichen Weges vorhanden. Der schöne Sommer sorgte für die Reife, der kühle und trockene Herbst für die nötige Säurestruktur und Fruchtigkeit der Weine. Für Kellermeister Franz Arndorfer ist der Jahrgang 2019 die Fortsetzung vieler erfolgreicher „9er-Jahre“. Davon zeugen edle Tropfen aus 1969, 1979 und 2009 im Vinothekkeller der Winzer Krems.

Obmann und Vorstandsvorsitzender Franz Bauer zeigt sich sehr zufrieden mit den im Spätsommer 2019 gestarteten Investitionen in Keller- und Abfülltechnik. In der Sandgrube 13 werden 37 Millionen Euro investiert. „Das zukunftsweisende Bauvorhaben der Winzer Krems befindet sich aufgrund der guten Planung und der professionellen Zusammenarbeit aller Bauteams im Zeitplan.“

Beim Umbau werden Gärkeller, Abfüllanlage und Flaschenlager erneuert und ein wesentlicher Schritt für die Zukunft gesetzt, um das Qualitätsniveau des Top-Betriebs weiter zu steigern. Der Gärkeller als erster Bauabschnitt wird bereits zur Ernte 2020 fertig sein.