Feiernde hinterließen Müllchaos in Krems. Nach den Faschingspartys im Stadtpark, in der Landstraße und am Pfarrplatz rückten die Mitarbeiter des Kremser Wirtschaftshofes am Aschermittwoch schon um 4 Uhr morgens zum Aufräumen aus.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 26. Februar 2020 (12:50)

Niederösterreichs größte Faschingsparty, die findet alljährlich am Kremser Pfarrplatz statt. Zuvor geht es allerdings auch schon in der Landstraße rund, wo auch gestern wieder hunderte Besucher dem traditionellen Umzug beiwohnten. Wer es bis zum Start des bunten Treibens um 14 Uhr nicht erwarten konnte, der startete schon am Vormittag im Stadtpark den Feiermarathon – mitgebrachte alkoholische Getränke und Speisen inklusive.

Weil der Großteil des jungen Partyvolks den eigenen Müll aber nicht sachgemäß entsorgt, sondern einfach an Ort und Stelle liegen lässt, bot sich heute, am Aschermittwoch, ein Bild des Chaos. „So extrem wie dieses Mal hat es noch nie ausgeschaut“, berichtet der Wirtschaftshofleiter der Stadt Krems, Jürgen Stundner. Der Eindruck schlug sich auch in den Zahlen nieder. Sieben Tonnen Müll wurden insgesamt eingesammelt, das sei rund um ein Drittel mehr, als in vergangenen Jahren.

Aufräumen dauerte sieben Stunden

Flaschen, Becher, Confetti und Girlanden soweit das Auge reicht, das war das Bild, das sich dem zehnköpfigen Aufräumtrupp bei Dienstbeginn um 4 Uhr morgens bot. Sieben Stunden lang war das Team mit zwei Kehrmaschinen und einem Müllauto im Einsatz, um Pfarrplatz, Landstraße und Stadtpark wieder ansehnlich zu machen.

Besonders mühsam gestaltete sich die Arbeit im Stadtpark: „Durch die angenehmen Temperaturen war dort gestern natürlich besonders viel los. Das Problem sind die Glasflaschen- und Splitter im Gras. Die sind extrem mühsam einzusammeln. Wir sind am überlegen, ob es dafür nicht irgendwelche Gerätschaften gibt“, sagt Stundner, der glaubt, dass es nicht viel bringen würde, die Jugendlichen schon während des Feierns darauf aufmerksam zu machen, ihren Müll wieder mitzunehmen. „Ich bin schon froh, dass es keine Vandalismusschäden gibt.“