Sanitäter wurde für Sechsjährige zum Lebensretter. In seiner Freizeit wurde der Sanitäter Philipp Wintersberger beim Fest der FF Paudorf zum Lebensretter. Sein schnelles Eingreifen rettete ein 6-jähriges Mädchen aus Kuffern (Gemeinde Statzendorf, Bezirk St. Pölten) vermutlich vor dem Ersticken.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 20. August 2019 (15:14)
RK Krems/Severin Brunnbauer
Philipp Wintersberger ist hauptberuflich Sanitäter beim Roten Kreuz. Sein rasches Eingreifen rettete dem sechsjährigen Mädchen vermutlich das Leben.

"Ich war mit Kameraden der Feuerwehr Palt auf dem Fest in Paudorf zu Gast", erinnert sich der 24-Jährige an die dramatischen Minuten am Sonntag, 18. August. "Es war um 12 Uhr herum, wir haben gerade zu Mittag gegessen, da hat plötzlich an einem Nachbartisch eine Frau laut um Hilfe gerufen."

Kind schon blau im Gesicht

Der Further - er ist Freiwilliger bei der FF Palt und im Hauptberuf Sanitäter beim Roten Kreuz, Bezirksstelle Krems - sah sofort, dass rasches Handeln angesagt war. '"Das Mädchen war schon blau angelaufen", erinnert sich Wintersberger im NÖN-Gespräch. Rasch brachte er in Erfahrung, dass die Kleine kurz zuvor eine Palatschinke gegessen hatte und kombinierte, dass ihr ein Stück des Essens in die Luftröhre gekommen sein musste.

Erfolg im zweiten Versuch

Nachdem er das Kind auf den Rücken geklopft hatte und diese Maßnahme keinen Erfolg zu zeitigen schien, begann er, das leblose Mädchen zu reanimieren. Kurz darauf, beim zweiten Versuch, schaffte es Wintersberger, die Atemwege freizubekommen, und die Patientin begann wieder zu atmen. Parallel dazu waren der Notarzthubschrauber Christophorus 2 und ein Rettungswagen des Kremser Roten Kreuzes alarmiert worden.

Mädchen kam ins Krankenhaus

Nach der Durchführung der lebensrettenden Maßnahmen gab der Sanitäter noch telefonisch der Leitstelle eine Lagemeldung und schickte seinen Freund Alfred Bichler zum Einweisen des Helikopters. Nach einer Diagnose und einem Notfallcheck des Notarztes des ÖAMTC-Hubschraubers wurde die Sechsjährige mit dem Rettungswagen ins Kremser Krankenhaus gebracht.

Als First Responder immer bereit

Martin Kalchhauser
Als "First Responder" kommt Philipp Wintersberger auch außerhalb seiner Dienstzeiten beim RK Krems Menschen in Furth-Göttweig und Paudorf zu Hilfe.

Wintersberger ist es übrigens gewohnt, auch außerhalb seines Dienstes beim Roten Kreuz helfend einzugreifen. Als sogenannter "First Responder" (professioneller Ersthelfer) wird er bei Notfällen in den Gemeinden Furth-Göttweig und Paudorf mit den Kollegen mitalarmiert. "Einen so dramatischen Kindernotfall hatte ich allerdings noch nie", berichtet der 24-Jährige und ist froh, dass die Sache so gut ausgegangen ist.