Rosenkranz nach Ibiza-Skandal: „Weg kann weitergehen“. Der Kremser Nationalratsabgeordnete Walter Rosenkranz sieht eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ im Bezirk Krems.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 21. Mai 2019 (05:35)
Martin Kalchhauser
FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz hofft auf einen mobilisierenden Effekt.

Klare Worte zum Ibiza-Desaster findet FPÖ-Klubobmann, Bezirksobmann und Nationalratsabgeordneter Walter Rosenkranz. „Das war ein depperter Auftritt von HC Strache und Johann Gudenus. Sie sind die Nummer eins in der Peinlichkeitswertung. Bei all der blöden Rederei muss aber klar gesagt werden, dass es die in Aussicht gestellten Staatsaufträge nie gegeben hat.“

Davon, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz Neuwahlen ausrief, war Rosenkranz nicht überrascht. „Das zeichnete sich am Samstag früh ab. Den Rücktritt von Herbert Kickl zu fordern war ein Foul, das wir nicht akzeptieren konnten.“ Als gescheitert sieht Rosenkranz das „Reformprojekt“ trotz der Ereignisse nicht. „Der Weg kann mit uns weitergehen. Mit einem guten Wahlergebnis können wir nach wie vor eine staatstragende Kraft sein.“

Auf den Bezirk Krems sieht Rosenkranz keine negativen Auswirkungen zukommen. „Alle Ortsgruppen haben mir signalisiert, dass bei ihnen eine Jetzt-erst-recht-Stimmung herrscht. Am Samstag haben wir eine Verteilungsaktion in der Kremser Landstraße, da sehen wir dann die weiteren Reaktionen.“

Der Kremser FPÖ-Gemeinderat Werner Friedl bezeichnet die Vorfälle des Wochenendes als „sehr bedauerlich“, Neuwahlen seien nicht notwendig gewesen.

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