Mautern: Limes wieder in Erinnerung gerufen. 350 Kilometer ist der Künstler Géza Frank aktuell entlang der Donau unterwegs.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 28. Mai 2021 (09:32)

Mit einem 350 km langen Gedenkmarsch entlang des gesamten österreichischen Abschnittes des ehemaligen römischen Limes (der Nordgrenze des Römerreichs, Anm.) würdigt Géza Frank, 33, aktuell den am 19. April verstorbenen Universitätsprofessor Hannjörg Ubl.

Im Zuge des Gedenkens an den Erforscher der römischen Vergangenheit stoppte Frank zu Pfingsten auch wieder in Mautern (ehemals Favianis), wohin er schon Anfang des Vorjahres im Zuge einer „Werbeaktion“ für den Limes gekommen war. Von Passau führte die Route des in der rekonstruierten Ausstattung eines römischen Grenzsoldaten des 4. Jahrhunderts marschierenden Geschichtsdarstellers über Linz und Melk nach Mautern. Ziel ist Kittsee als letzte Station nach dem ehemaligen Römer-Lager Carnuntum.

„Ich mache das, um einerseits einen herausragenden Wissenschafter und Freund meiner Familie zu würdigen und andererseits, um den römischen Donau-Limes wieder einmal ,sichtbar‘ zu machen“, so Frank. „Der Limes birgt für Österreich große touristische wie kulturelle Chancen, wie man bereits in Carnuntum sieht.“

Begleitung für Römer kommt aus Mittelalter

Von Mautern weg hatte der Römer Begleiter. Albert und Henrike Schwark aus Ammerfeld (Bayern, www.schmarhof.de) waren extra hierher gekommen, um Frank mit ihrem von Pferd Rufus gezogenen hölzernen Mittelalter-Karren gemeinsam mit Hündin Friede bis Carnuntum zu begleiten. „Der Wagen ist von Bildern aus Schweizer Chroniken inspiriert“, erklären die beiden Geschichtsbegeisterten, die sonst eher auf Mittelalter-Festen zu Gast sind. Ihr Wagen zieht natürlich noch mehr Blicke auf den Römer als dessen historische Gewandung alleine.