AK im Bezirk Krems erkämpft gestrichene Prämien. Arbeiterkammer stand treuem Arbeitnehmer zur Seite. 1,6 Millionen landeten heuer schon auf den Konten der Mitglieder.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 30. August 2019 (05:04)
Martin Kalchhauser
Landesweit gefragt: Auf Brigitte Tiefenbacher (links), Fachexpertin für alle Fragen um Karenz und Kindergeld, ist Doris Schartner, die Leiterin der AKNÖ-Bezirksstelle Krems, besonders stolz.

Über 1,6 Millionen Euro hat die AKNÖ-Bezirksstelle Krems im ersten Halbjahr 2019 für die Mitglieder erkämpft oder durch Beratung erreicht. Das ist die stolze Summe, die Bezirksstellenleiterin Doris Schartner in der Vorwoche präsentierte.

„Wir sind eine Anlaufstelle in allen Lebenslagen“

Ein Beispiel für konkrete Hilfe für ein Mitglied wurde in Person eines Mannes präsentiert, dem die Firma nach jahrzehntelanger Arbeit plötzlich Prämien streichen wollte. Besonders bitter für den Mann: Durch seinen Anspruch auf die „Abfertigung alt“ hätte ihn das neben einem monatlichen Verlust von 300 Euro brutto alleine bei diesem Teilaspekt 4.200 Euro gekostet. Nach einem erfolglosen Versuch, die Angelegenheit mit seinem Chef zu regeln, wandte sich das Mitglied an die Kammer. Als diese vor Gericht gehen wollte, lenkte der Unternehmen ein …

„Wir sind eine Anlaufstelle in allen Lebenslagen“, verweist Schartner auf 4.660 Ratsuchende, die den Weg in die Wienerstraße 24 genommen hätten. Stolz ist sie, dass sie mit Brigitte Tiefenbacher eine Spezialistin für alle Fragen im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes (Karenz, Wochengeld, Kindergeld …) im sechsköpfigen Kremser Team (vier für Beratungen, zwei für Administration) hat. Tiefenbacher hat sich intensiv in die Materie vertieft und ist nicht nur in Krems eine gefragte Kraft. Sie wird auch intern immer wieder von Kollegen anderer Bezirksstellen oder auch der Zentrale um Rat gefragt.

Den größten Teil der Beratungen und Hilfestellungen der AKNÖ Krems machen Probleme am Arbeitsplatz und sozialrechtliche Fragen aus. Nach wie vor ein Renner sind die Steuersparwochen, bei denen man Arbeitnehmern bei der Veranlagung („Steuerausgleich“) hilft. Erstmals war die AKNÖ auch als Behörde bei der neu vorgeschriebenen Registrierung der Menschen in Pflegeberufen tätig. Als Alternative zum Online-Vorgang oder gar einer Fahrt nach Wien lag man in Krems mit 391 Personen NÖ-weit an vierter Stelle.