Krems-Stein: Pfarrer Martin besiegte Corona. Mehrere Wochen war der Steiner Pfarrer außer Gefecht. Rückkehr zu Pfingsten.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 27. Mai 2021 (08:25)
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„Gefahr nicht auf die leichte Schulter nehmen!“ Mehrere Wochen fiel der Steiner Pfarrer Matthias Martin wegen seiner Corona-Erkrankung aus.
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Freude bei den Gläubigen in der Pfarre Stein: Zu Pfingsten konnte Pfarrer Matthias Martin endlich wieder die Messen feiern. Fast ein ganzes Monat lang war er wegen Corona außer Gefecht gewesen.

Auf Verschlechterung folgte Spitalsaufenthalt

„Ich war immer vorsichtig, nie leichtsinnig!“, betont der Seelsorger. Vermutlich steckte er sich dennoch bei einem Besuch im Rahmen der Krankenhausseelsorge an. Als er sich am Gründonnerstag extrem müde und matt fühlte, suchte er am Karfreitag seine Hausärztin Iris Solf-Thron auf – und rasch war klar: Er hatte das Virus in sich. Während der Heimquarantäne wurde der Zustand des Pfarrers rasant schlechter, und schließlich wurde er vom Roten Kreuz ins Spital gebracht.

„Zweieinhalb Wochen bin ich auf der Station 4A gelegen“, freut er sich, dass ihm immerhin die Intensivstation erspart blieb. „Was dort geleistet wird, ist großartig. Aber ich wünsche trotzdem keinem, dass er diese engagierte Fürsorge in Anspruch nehmen muss!“

Langsam ging es bergauf. Belastend war, dass der Patient immer wieder erleben musste, dass Zimmerkollegen plötzlich weg waren – in Lebensgefahr und deshalb auf die Intensivstation verlegt. „Dann ging es mir ziemlich schnell wieder ziemlich gut. Aber das verlief immer ,in Wellenbewegungen‘.“

Mehrere Wochen lang war Matthias Martin danach noch nicht imstande, Messen zu lesen. Am Pfingstwochenende erst konnte er wieder am Altar stehen. Sein Appell ist, trotz der aktuellen positiven Entwicklung die Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten: „Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, die man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen sollte!“