Kremser (26) würgte und schlug Polizist vor Szenelokal. „Ich dachte, der prügelt mich zu Tode“, erinnerte sich Beamter an lebensbedrohliche Attacke eines Kremsers (26).

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 25. Februar 2020 (05:52)
Symbolbild
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Turbulente Szenen spielten sich am 1. November des vergangenen Jahres vor einem Szenelokal in der Kremser Innenstadt ab: Als sich eine handfeste Auseinandersetzung unter Gästen ankündigte, alarmierte der Lokalchef die Polizei. Als die Beamten eintrafen, ging es vor dem Lokal schon rund.

Hauptakteur war ein 26-jähriger Kremser. Bewaffnet mit einem Schlagring, stieß er einen Burschen und schlug ihn gegen die Schulter und die Schläfe. Der 18-Jährige blieb zum Glück unverletzt. Weniger Glück hatte ein einschreitender Polizist (43): Er wurde vom Kremser zu Boden gerissen, gewürgt und erhielt wuchtige Faustschläge ins Gesicht.

„Es war schrecklich, sich so hilflos und ausgeliefert zu fühlen“

„Ich dachte, der prügelt und würgt mich zu Tode. Ich spürte, ich verliere gleich das Bewusstsein. Es war schrecklich, sich so hilflos und ausgeliefert zu fühlen. Wenn die Kollegen nicht so schnell eingegriffen hätten, wer weiß, wo ich heute wäre“, schilderte der Beamte im Zeugenstand: Zahlreiche Prellungen waren die Folge der Attacke. Hämatome erlitten die Helfer, auf die der 26-Jährige eingetreten hat.

„Ich schäme mich, und es tut mir sehr leid. Ich weiß heute, dass die Polizisten keine schlechten Menschen sind. Sie waren wirklich sehr nett zu mir“, erklärte der Kremser. Er wollte sich vor Gericht an den Vorfall nicht mehr erinnern können: „Ich hatte Tabletten und Alkohol konsumiert.“

„Nach den Schimpftiraden gegen die Beamten wussten Sie, dass Sie es mit Amtspersonen zu tun haben“, meinte die Richterin. Sie verhängte über den Mann wegen Widerstands, Körperverletzung, Drohung und Sachbeschädigung (er hatte auch noch die Arrestzelle unter Wasser gesetzt) sowie Vergehens nach dem Waffengesetz 17 Monate, davon einen Monat unbedingt.