Schimmel in Gföhler Volksschule bleibt weiter Aufreger. Der auf der Baustelle der Volksschule Gföhl aufgetretene massive Schimmelbefall einer Klasse im Obergeschoß bleibt der politische Aufreger in Gföhl. Die FPÖ geht ein weiteres Mal in die Offensive. Stadtchefin Ludmilla Etzenberger kann die Aufregung nicht verstehen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 19. Juli 2019 (08:59)
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Die Volksschule im Gföhler Stadtzentrum steht seit dem Auftreten massiven Schimmelbefalls im Brennpunkt der politischen Diskussion.

"Keine offizielle Information!"

"Es gibt weiterhin keine offiziellen Informationen der Bürgermeisterin zum Ausmaß des Schimmelbefalls in der Volksschule", kritisiert FPÖ-Mandatar Erich Starkl in einer Aussendung. "Wir fordern transparente und lückenlose Aufklärung zu etwaigen gesundheitlichen Gefahren für die Kinder."

Sondersitzung wäre möglich

Die besorgten Eltern verdienten laut FPÖ eine Reaktion auf ihre Ängste. Deshalb werde man mit den weiteren Oppositionsparteien Gespräch führen, um eine Aufklärung noch vor Schulbeginn sicherzustellen. Starkl spricht damit eine Sondersitzung des Gemeinderates an, für die die FPÖ (2 Sitze) die Unterstützung der SPÖ (5) bzw. der Grünen (1) und der Liste König (1) bräuchte.

FPÖ
FPÖ-Gemeinderat Erich Starkl fordert "Aufklärung noch vor Schubeginn".

SPÖ signalisiert Zustimmung

SPÖ-Stadtrat Günter Steindl ist ebenfalls unzufrieden. "Krisenmanagement kann die Bürgermeisterin nicht!", zeigt er sich im Telefonat mit der NÖN zu einer Sondersitzung gesprächsbereit: "Alles, was der Aufklärung der Bevölkerung dient, unterstütze ich." ÖVP-Bürgermeisterin Etzenberger: "Ich wüsste nicht, was der Gemeinderat damit zu tun hat. Das ist Sache der Volksschulgemeinde!" (Neben Gföhl gehört dieser auch die Nachbargemeinde Jaidhof an. Anm.)

"Schule rechtzeitig fertig!"

Den FPÖ-Vorwurf ungenügender Information lässt sie nicht gelten: "Herr Starkl könnte zu mir auf die Gemeinde kommen, dann hätten wir das in fünf Minuten besprochen." Etzenberger hält die ganze Angelegenheit für ein politisches Spiel im Vorfeld der Gemeinderatswahlen 2020 und verspricht: "Die Baustelle wird rechtzeitig zu Schulbeginn fertig sein, und es wird garantiert kein Kind gefährdet!"

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