500 marschierten für Klimaschutz in Krems. Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb war bei der zweiten Klimaparade in Krems zu Gast und motivierte die über 500 Teilnehmer zu umweltfreundlichem Handeln. Zugleich betonte sie die wichtige Rolle der Politik. In Form von zehn Forderungen übergab "Fridays for Future Krems" der Stadtregierung ein Programm mit Impulsen und Ideen für eine zukunftsweisende Kremser Klimapolitik.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. September 2019 (09:48)

Pünktlich um 5 vor 12 startete am Freitag, 20. September, im Stadtpark die 2. Kremser Klimaparade, die im Rahmen von „Austria For Future“ stattfand. Österreichweit nahmen 750 Orte bei dieser Aktion teil, so im Bezirk Krems auch Furth, Mautern oder Langenlois.

Den Klima-Notstand ausrufen!

Mit „Austria For Future“ soll der Druck zur Ausrufung des nationalen "Climate Emergencys" (Klimanotstand) erhöht werden. In Krems gingen über 500 Menschen von jung bis alt auf die Straße, um für eine Kehrtwende in der Klimapolitik einzutreten. Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb motivierte und zeigte in ihrer Rede auch die Schwierigkeit und vor allem die Notwendigkeit auf, Gewohnheiten zu ändern.

"Warnungen seit 30 Jahren!"

"Bereits seit 30 Jahren warnen Wissenschafter vor den Folgen der Klimakrise – dass sie jetzt durch Fridays For Future endlich mehr Aufmerksamkeit bekommt, freut mich", meinte Kromp-Kolb. Mit Sprüchen wie „What do we want?“ – „Climate Justice!“, „When do we want it?“ – „Now!“ und „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ machten die vielen jungen Leute danach bei der Parade durch die Landstraße klar, worum es ihnen geht.

Forderungskatalog übergeben

Vertreter von Fridays For Future übergaben am Täglichen Markt einen Forderungskataog an den Bürgermeister und die Gemeinderäte. In zehn konkreten Punkten formulieren sie darin konkrete Vorschläge, etwa zu zukunftsfähiger Mobilität, Bauen und öffentlichen Grünräumen und fordern die Politiker auf, den Climate Emergency auszurufen. Damit würde eine wirkliche Kehrtwende in der Klimapolitik der Stadt eingeleitet werden.

Gespräch wurde gefordert

Für eine solche ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 50% bis 2025 (gegenüber 2005) nötig. Nur so kann bis 2030 Netto-Null und global gesehen das 1,5-Grad-Ziel erreicht werden. Den Beispielen anderer Orte folgend signalisiert Fridays For Future Krems den Wunsch, mit der Stadtregierung ins Gespräch zu kommen. Die Parade war Teil der „Week For Future“, die in allen Erdteilen am 20. September begann und eine Woche
dauern wird, zahlreiche Aktionen inklusive.