Kremser "Feuerteufel" war rasch gefasst. Damit hatte der 31-jährige Kremser nicht gerechnet: Eine Falle, die ihm die Beamten des Landeskriminalamtes gestellte hatten, wurde dem mutmaßlichen Serien-Brandstifter in der Nacht vom 16. auf den 17. April zum Verhängnis. Er ist zu einem Großteil der Mülltonnen-Brände, die die Kremser seit Jänner in Atem hielten, geständig.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. April 2019 (09:37)

Rascher Ermittlungserfolg

Die Freude über den raschen Ermittlungserfolg ist groß. In der Vorwoche –  die NÖN berichtete – wurden die Ermittlungen in der Serie des Kremser "Feuerteufels" von den Ermittlern des Landeskriminalamtes (LKA) übernommen. Und schon eine knappe Woche später war der mutmaßliche Serienbrandstifter geschnappt.

Täter tappte in die Falle

"Wir haben ihm eine Falle gestellt, und er ist prompt hineingetappt", berichtet Ermittler Hannes Pucher vom LKA im NÖN-Gespräch. Als am Mittwoch, 17. April, 1.49 Uhr, wieder einmal ein Notruf bei der Kremser Feuerwehr einging war das Schicksal des Brandstifters bereits besiegelt ...

Zwei Brände in einer Nacht

Die Kremser SIlberhelme konnten den neuerlichen Brand in der Judengasse (neben der Raiffeisenbank) löschen und sozusagen "nebenbei" gleich auch wieder ein Schadenfeuer in der Mühlbachgasse löschen, wo einmal mehr ein Altpapiercontainer in Flammen aufgegangen war. Diese beiden Brände führten schließlich zum Täter.

"Schwere Kindheit" als Grund

Kurios ist die Begründung für die Taten des 31-Jährigen, der in der Nähe der Tatorte wohnt und in zwei Fällen die Brände sogar selbst gemeldet hat. "Er hat angegeben, dass er eine schwere Kindheit gehabt hat", meint Chefermittler Erich Rosenbaum im Gespräch mit dem ORF NÖ. Bei den Taten sei er jeweils auf dem Heimweg aus Nachtlokalen gewesen. "Das Legen der Brände hat ihm ein Gefühl der Befreiung verschafft."

Beträchtlicher Schaden

Der Schaden bewegt sich im fünfstelligen Euro-Bereich, weil in einem Fall, wie berichtet, in der Mühlbachgasse auch ein neben den Containern geparktes Auto zerstört wurde. Der überführte Täter, dem insgesamt sieben Brandstiftungen zur Last gelegt werden, ist in sechs Fällen geständig.

Hoffen auf Beruhigung

Die Hoffnung der Kremser - sowohl der Anrainer der mehrfach betroffenen Müllinseln als auch  der freiwilligen Helfer der Feuerwehr und der Kremser Polizisten - bringt Hannes Pucher auf den Punkt, wenn er meint: "Jetzt kehrt hoffentlich wieder Ruhe ein!"