Mehr Vorsicht wäre ratsam. Über verfrühte Urteile zum Wienertor Center.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 03. September 2019 (05:02)

Was wurde 2016, als Eduard Halmschlager um die Baubewilligung für sein Wienertor Center kämpfte, alles geschimpft. „Als Aderlass für die Kremser Altstadt und bauliche Schandtat“ bezeichnete es der damalige FPÖ- Stadtrat und heutige Gemeinderat Werner Friedl. Adi Krumbholz, Mandatar für die heute nicht mehr existierende UBK, prophezeite wegen der „Gratisparkplätze der neuen Geschäfte eine Beschleunigung der Kundenvertreibung aus den gebührenpflichtigen Zonen“.

Klar, Aufregung wird es rund um große Bauprojekte immer geben. Und doch wäre es gerade als Politiker ratsam, Aussagen dieser Güteklasse in einem derart frühen Stadium zu unterlassen – vor allem wenn man, wie Krumbholz, schlecht informiert ist. Das Wienertor Center ist kein Einkaufszentrum, Firmen und Ärzte wurden hier ein modernstes Arbeitsumfeld geschaffen. Über Architektur und Begrünung darf diskutiert werden. Doch was im Wienertor Center drinnen steckt, ist eine Bereicherung für Krems.