Entscheidung für das neue Bad gefallen. Gemeinderat fasste Grundsatzbeschluss für 24-Millionen-Projekt. Appelle an gemeinsame Arbeit. Nur FPÖ stimmte gegen das Projekt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 24. September 2019 (05:09)
Stadt Krems
Die Kremser Badearena ist in die Jahre gekommen. Jetzt ist es fix, dass die Stadt einen Neubau bekommt. Allerdings sind sämtliche Details noch offen – sowohl, was die genaue Ausführung betrifft als auch, wann gebaut und wann er eröffnet wird.

In die Geschichte der Stadt eingehen wird der 18. September – als der Tag, an dem die ersten Weichen für den seit Langem diskutierten Neubau des Hallenbades gestellt wurden. Per Grundsatzbeschluss bekannte sich der Gemeinderat dazu, das 24-Millionen-Projekt umzusetzen. Konkreten Zeitplan gibt es noch keinen. Die FPÖ stimmte als einzige Fraktion dagegen.

Als „eines der wichtigsten und größten Projekte der Stadt Krems in den nächsten Jahrzehnten“ bezeichnete Sport-Stadtrat Albert Kisling das Vorhaben. Schon 2013 wurde in einem Strategiekonzept klar festgestellt, dass das in die Jahre gekommene Hallenbad von einem Neubau abgelöst wird. Weil der Schuldenabbau Vorrang hatte, wurde es bis 2017 aufgeschoben. 2018 wurde das neue Bad zum zentralen Element der neuen Sport- und Freizeitmeile erhoben, bei einer Info-Tour erkundeten Kremser Mandatare zuletzt Erfahrungen mit verschiedenen Einrichtungen in Westösterreich und Bayern.

 „Dieser Grundsatzbeschluss ist wichtig. Mir geht das Ganze ohnehin zu langsam.“ ÖVP-Vizebürgermeister Erwin Krammer

 Das Nein der FPÖ zum Plan begründete Stadträtin Susanne Rosenkranz damit, dass man zuerst die Wünsche der Kremser in einer Volksbefragung erkunden solle. „Das Geld ist enden wollend. Vielleicht überheben wir uns da ein wenig?“

Einig für das Projekt sind sich alle anderen Fraktionen im Stadtparlament. ÖVP-Vizebürgermeister Erwin Krammer reklamierte die ersten Überlegungen (2011) für die ÖVP, kritisierte, dass kein FPÖ-Vertreter bei der „Bäder-Tour“ dabei war und meinte: „Verwaltung und Politik müssen sich unter Einbindung der Bevölkerung engagieren!“

Dass das alte Bad „Energie vernichtet und dem Klima schadet“, stellte KLS-Mandatar Wolfgang Mahrer fest. Wichtig sei ein Architekt mit Erfahrung im Badbau, aus den Fehlern beim Bau der Sporthalle müsse man lernen. Alle interessierten Kremser einbinden möchte ProKS-Gemeinderat Robert Simlinger.

Als „wichtigen Tag für Krems“ bezeichnete Stadtchef Reinhard Resch (SPÖ) den Zeitpunkt des Beschlusses. „Die hohe Qualität der Vorbereitungsmaßnahmen muss auch in den nächsten Schritten fortgesetzt werden.“ Reschs Appell: „Wir müssen alle gemeinsam aktiv mitarbeiten!“ Es werde aber nur Schritt für Schritt gehen. Erste konkrete Ergebnisse werden in etwa drei Jahren erwartet.