Langenloiserin atmet auf: Peiniger ist nun in U-Haft. Langenloiser Frauenschläger kam nach NÖN-Artikel nicht am 7. Mai frei.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 16. Mai 2019 (06:25)
Leneis
Sandra Beran darf aufatmen: ihr gewalttätiger Ex-Freund bleibt hinter Schloss und Riegel.

Es ist ein Fall, der nicht nur in Langenlois für Bestürzung sorgte, sondern jetzt auch die Justiz aufrüttelte. Denn Sandra Beran, die zwei Jahre lang in regelmäßigen Abständen von ihrem früheren Liebhaber geschlagen wurde, hatte Todesangst (die NÖN berichtete, siehe hier) .

Ihr mehrfach vorbestrafter Ex-Freund sollte am 7. Mai aus der Haft entlassen werden. „Ich fürchte um mein Leben“, bangte die 33-Jährige, die wegen der ständigen Übergriffe unter Depressionen und Angststörungen leidet, vor dem ominösem Datum.

Jetzt darf die Langenloiserin aber vorerst aufatmen. Ihr Peiniger, Robert H. (Name von der Redaktion geändert), durfte die Justizanstalt Krems nicht wie ursprünglich vorgesehen in der Vorwoche verlassen. Das Landesgericht Krems verhängte unbefristete Untersuchungshaft über den 43-Jährigen. „Wegen Tatbegehungsgefahr“, teilt Vizepräsident Ferdinand Schuster mit. H. legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein, das Oberlandesgericht Wien ist nun mit dem Fall betraut.

Bei Haftausgang die Eingangstüre zerstört

Bei Beran herrscht nichtsdestotrotz Erleichterung: „Ich fühle mich jetzt etwas sicherer und kann wieder besser schlafen. Und ich hoffe, dass er mich endgültig in Ruhe lässt.“ Die dreifache Mutter hat auch allen Grund dazu. Schließlich stattete ihr H. bei einem seiner Haftausgänge Anfang April einen unangekündigten Besuch ab, bei dem er Beran aus Wut, nicht in die ehemals gemeinsame Wohnung gelassen zu werden, die Eingangstüre eintrat. Erst die Polizei stoppte den wütenden Tyrann.

Jener neuerliche Gewaltausbruch, auf den die NÖN aufmerksam machte, veranlasste die Staatsanwaltschaft dazu, U-Haft zu beantragen. Gleichzeitig freute sich Beran über zahlreiche unerwartete Hilfsangebote. „Sogar Menschen, mit denen ich seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt habe, haben mir Unterschlupf angeboten.“ Damit diese Option aber gar nicht erst zum Thema wird, hat Beran ein Kontaktverbot und eine Schutzverfügung gegen H. bewirkt. Er darf dadurch nicht mehr die Wohnung der dreifachen Mutter aufsuchen.

Wie lange der Frauenschläger tatsächlich hinter Schloss und Riegel bleibt ist ungewiss. Seine Haftstrafe wegen Betrugs hat er mit 7. Mai abgesessen. Gegen den einjährigen Gefängnisaufenthalt für die Vergehen an Beran hat H. berufen, es entscheidet wiederum das Oberlandesgericht Wien.