Rechnungsabschluss: Vielfalt war hilfreich. Trotz Corona konnte Stadt Krems die Schulden minimal verringern. 2021 wird aber noch einmal ein hartes Jahr.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 03. Juni 2021 (12:14)
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Finanzstadtrat Helmut Mayer hat Grund zur Freude, warnt aber: „2021 wird auch noch knapp werden!“
NOEN

Kraftanstrengung gelungen! Trotz der Covid-19-Pandemie, die für die Gemeinden Einnahmenausfälle und Zusatzausgaben brachte, ist die Stadt Krems gut durch die Krise gekommen. Dies zeigt der im Gemeinderat präsentierte Rechnungsabschluss, der im Ergebnishaushalt bei Einnahmen von 64,5 Millionen Euro und Ausgaben von 62 Millionen ein hervorragendes Ergebnis brachte.

„Unser Team arbeitet wie in der Privatwirtschaft“, lobt Finanzstadtrat Helmut Mayer (SPÖ) das Engagement der zuständigen Beamten im Rathaus rund um Finanzdirektor Karl Rauscher. Ein Detail kann für Mayer gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Trotz der Pandemie und der wirtschaftlich schwierigen Lage konnte der Schuldenstand von 86,273 auf 86,225 Millionen Euro verringert werden. „Das ist in einem solchen Jahr sicher ein Erfolg!“

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Finanzstadtrat Helmut Mayer hat Grund zur Freude, warnt aber: „2021 wird auch noch knapp werden!“
NOEN

Weil der Schuldenstand bekanntlich beim Stand von 2018 eingefroren wurde und es keine zusätzlichen Investitionen – etwa die Vorarbeiten für die neue Badearena, für die wieder Schulden „erlaubt“ sein müssen – gab, wirkte sich die Pandemie nicht so extrem aus.

Ein Hit in der Situation war der Mix der verschiedenen Sektoren in der Stadt. „Es ist uns sicher zugutegekommen, dass Krems ein Industrie- und auch ein Bildungsstandort ist“, meint Mayer. „Die Vielfalt war in dieser Situation sehr hilfreich.“ Man sei nicht allein auf den Tourismus angewiesen – oder wie er es ausdrückt: „Krems hört nicht beim Steinertor oder beim Wienertor auf!“

Mayer warnt allerdings auch davor, dass man sich zu früh freut: „2021 wird ganz sicher noch einmal ein sehr schwieriges Jahr werden.“

Dass es zum wichtigen Tagesordnungspunkt im Stadtparlament keine einzige (!) Wortmeldung gab, kommentierte Mayers Fraktionskollegin Vizebürgermeisterin Eva Hollerer so: „Keine Wortmeldung zum Rechnungsabschluss? Da muss vieles richtig gemacht worden sein!“ Beschluss: einstimmig.