Tourismus-Profi verstorben: Trauer um Sven Hauer. Fast drei Jahrzehnte drückte Sven Hauer der Tourismusregion Wachau seinen Stempel auf.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. Mai 2021 (05:28)
Sven D. Hauer wirkte 28 Jahre für die Region Wachau-Nibelungengau.
privat, privat

Im Kreise seiner Familie ist, wie erst jetzt bekannt wurde, Sven D. Hauer (79) am 19. März in Krems gestorben.

Der in Husum (Deutschland) geborene Tourismusprofi kam nach Stationen in Europa und Afrika 1978 in die Region und avancierte hier zum Geschäftsführer der Tourismusregion Wachau-Nibelungengau.

Bis zum Antritt seines Ruhestands (2006) drückte er der Region seinen Stempel auf, erkannte als Erster die einzigartige Kombination von Wein, Landschaft und Kultur. Vielfältige Sprachkenntnisse und ein geschickter Umgang mit Reisejournalisten zeichneten die Arbeit des Mannes aus, der viel zur Anerkennung der Wachau als UNESCO-Kulturerbe beitrug.

Gute Kontakte zu Filmschaffenden (z. B. zu „Traumschiff“-Regisseur Wolfgang Rademann) führten dazu, dass zahlreiche Filme und Dokumentationen die Wachau in ein freundliches Licht rückten.

Gemeinsam mit dem damaligen Kurier-Redakteur Paul Pollak gelang Hauer der Durchbruch für die Schaffung des heute nicht mehr wegzudenkenden Wachau-Radwegs. Die erfolgreiche Arbeit wurde mit Ehrenzeichen des Landes und des Bundes gewürdigt.

Im Ruhestand ließ er sich zum Rettungssanitäter ausbilden und engagierte sich, solange es seine Gesundheit zuließ, gemeinsam mit seinem heute als Anästhesisten tätigen Sohnes beim Roten Kreuz in Krems.

Anteilnahme wendet sich Gattin Christa, Sohn David und seiner Frau Juliane sowie den Enkeln Eliah und Julina zu.