Lorenz Büffel zu Corona: „Es wurde zu lange zugesehen“. Ballermann-Star Lorenz Büffel über sein aktuelles Leben ohne Partys und Menschenmassen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 27. März 2020 (05:44)
Lorenz Büffel. Foto: Summerfield Booking
Summerfield Booking

In einem normalen Jahr würde Lorenz Büffel jetzt von Skihütte zu Skihütte fahren und sich mental schon auf den Start der Ballermann-Saison einstellen. Weil die Apres-Ski-Zeit aber ein verfrühtes Ende gefunden hat, alle Events abgesagt und Partytempel geschlossen sind, hat der aus Krems stammende Stimmungssänger, der eigentlich Stefan Scheichel heißt und mittlerweile in der Nähe von Köln lebt, viel Freizeit. Die NÖN sprach mit dem 40-Jährigen über die aktuelle Situation.

NÖN: Wie verbringen Sie die aktuelle Zeit?

Lorenz Büffel: Meine Freundin Emelie und ich sind zu Hause. Wir gehen maximal mit den Hunden raus.

„Man muss jetzt zusammenhalten und versuchen, aus dieser heftigen Zeit gut rauszukommen.“

Alle Veranstaltungen sind abgesagt. Was bedeutet das für Sie als Partysänger?

Es ist einfach eine extrem traurige Zeit. Wie viele Leute jetzt ihren Job verloren haben, ist einfach unfassbar. Bis Ende Mai sind alle Events abgesagt. Es wird kein Bulgarien- und Mallorca-Opening geben. Man muss jetzt zusammenhalten und versuchen, aus dieser heftigen Zeit gut rauszukommen.

Sie waren bis zuletzt viel unterwegs. Hatten Sie Sorge um Ihre Gesundheit?

Ich habe am Anfang das Thema vermutlich auch ein bisschen unterschätzt. Aber mittlerweile ist auch bei mir sehr drastisch die Erleuchtung gekommen. Österreich hat die Maßnahmen sehr gut und schnell umgesetzt. Bei uns hat das länger gedauert.

„Man hat die ersten Signale vermutlich einfach nicht ernst genommen.“

Apres-Ski-Bars in Österreich sind in Verruf geraten, weil sie angeblich Infektionsherde waren.

Ich kann da nur mit Halbwissen argumentieren, weil ich kein Virologe bin. Aber es wurde definitiv zu lange zugesehen, man hat die ersten Signale vermutlich einfach nicht ernst genommen.

Wie geht es Ihrer Familie in Krems?

Meine Eltern gehören zur Gefährdungsgruppe Nummer eins. Deswegen bleiben sie schön zu Hause. Mein Bruder und meine Schwägerin gehen nicht zu meinen Eltern rüber, sie kaufen für sie ein und stellen das unten ab.

Welche Pläne verfolgen Sie in der nächsten Zeit?

Wir versuchen, einen Umzug nach Limburg an den Start zu bekommen, das darf man ja. Ansonsten werde ich lustige Videos für meinen In sta gram-Kanal machen und mich für die Aufgaben ausruhen, die hoffentlich später im Jahr warten.