Kremser vor der Ziellinie abgefangen. In einer schlichtweg verrückten Partie, die vom Ablauf her an das Match der Kremser in Schwaz erinnerte, setzte es für den UHK im Ländle eine bittere Niederlage. Einmal mehr fehlte den Wachauern die Coolness in der finalen Crunchtime, um die Harder "Roten Teufel" in deren Heimarena in die Knie zu zwingen.

Von Bert Bauer. Erstellt am 29. November 2020 (09:19)
Unbelohnt. Der elffache Kremser Torschütze Jakob Jochmann bot in Hard ein überragendes Spiel, bei seinem finalen Wurf in der Schlussminute zum möglichen Ausgleich scheiterte der Jungmediziner.
Bert Bauer

HARD - KREMS 29:27 (15:12).  Wie schon in Tirol blieben die Wachauer auch am Bodensee richtiggehend in den Startblöcken hängen. Die Gastgeber führten nach 13 Minuten bereits mit 9:4. UHK-Goalie Ivan Budalić wurde von seinen passiv wirkenden Vorderleuten sträflich im Stich gelassen, durfte nur die Bälle aus seinem Kasten fischen, während sein Gegenüber Golub Doknić bereits eine 50 prozentige Erfolgsquote vorzuweisen hatte. Mit dem Wechsel von Lukas Domesvscek ins Kremser Gehäuse und nach einem emotionalen Appel von Trainer Ibish Thaqi ("Reißt's euch endlich zsamm!") beim Team-Timeout (12:6) begann sich das Spiel der "Rot-Gelben" langsam zu stabilisieren. Dank eines überragenden Jakob Jochmann konnte der Rückstand bis zur Halbzeit halbiert werden. Pech hatte Kreisläufer Kenan Hasecic, als sein Wurf wenige Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit nur an die Latte klatschte.

Dé­jà-vu findet seine Fortsetzung

Auch im zweiten Abschnitt ließ der Spielverlauf vom Match in Schwaz grüßen. Die Rot-Gelben agierten mit ihrem überragenden Goalie Domevscek im Rücken immer selbstbewusster und kamen durch Jakob Jochmann erstmals zum Ausgleich (17:17, Minute 38). Nach dem Harder Team-Timeout brachte Fabian Posch den UHK erstmals in Führung. In der Folge war es Gašper Hrastnik, der mit sehenswerten Treffern die Akzente im Kremser Spiel setzte.

Zehn Minuten vor Schluss lagen die Wachauer sogar mit 25:23 voran, aber wie schon in Schwaz wurden den Schützlingen von Ibish Thaqi die fast eingesackte Punktebeute noch entrissen. Bis zum Stand von 27:27 ging es dank Gašper Hrastnik noch im Gleichschritt. Dann traf Boris Zifkovic in Minute 59 zum 28:27, ehe 15 Sekunden vor der Schlusssirene Jakob Jochmann, der beste Kremser, mit seinem Wurf zum möglichen Ausgleich an Hard-Keeper Thomas Hurich scheiterte. Der Schlussakkord zum 29:27 von Dominik Schmid hatte nur noch statistischen Wert.

Tore UHK Krems: Jakob Jochmann (11/3), Tobias Auß (3), Fabian Posch (1), Kenan Hasecic (2), Gunnar Prokop (5), Gašper Hrastnik (5),