Kremser Restaurant Klinglhuber musste schließen. Immer mehr Corona-Fälle treten in der nunmehr auf der Corona-Ampel "roten" Region Krems auf. Durch die Pandemie behindert wird aktuell die Polizeiarbeit in Rastenfeld. Das Kremser Restaurant Klinglhuber musste vorübergehend schließen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 30. Oktober 2020 (15:06)
Das Restaurant Klinglhuber hat voraussichtlich bis zum Mittwoch, 5. November, geschlossen. Das Hotel bleibt geöffnet.
NÖN/Archiv

Immer öfter gibt es direkte Auswirkungen der aktuellen "zweiten Welle" der Corona-Pandemie auf das öffentliche Leben.

Küchenchef als Corona-Opfer

"Leider hat das Corona-Virus auch bei uns Halt gemacht", heißt es auf der Homepage des bekannten Kremser Restaurants Klinglhuber (Gasthof zur Wiener Brücke). "Zum Schutz aller schließen wir für ein paar Tage unsere Türen."

Astrid Klinglhuber-Berger: "Hoffen, den Betrieb bald wieder aufnehmen zu können."
Archiv/HLF Krems

Wie Chefin Astrid Klinglhuber-Berger am NÖN-Telefon bestätigt, traten bei ihrem Bruder, dem Küchenchef Stefan Klinglhuber nächtens plötzlich Symptome auf.

Gesamtes Team war negativ

Die Befürchtung, dass es sich um Corona handeln könnte, wurde leider durch einen Test bestätigt. Das Restaurant muss bis (zumindest) 5. November geschlossen bleiben. "Wir haben sofort das gesamte Küchen- und Service-Personal testen lassen", betont Astrid Klinglhuber. Erfreulich: Sämtliche Tests waren negativ! "Wir haben also vermutlich auch niemanden angesteckt."

Hotel offen, aber wenig Betrieb

Während die Bedenken, dass es einen zweiten Lockdown geben könnte, größer werden, hofft die Gastronomin, dass es nach der kurzen Zwangspause im Gastbetrieb wieder weitergehen kann. "Unser Hotelbetrieb kann weiterlaufen. Allerdings ist dort ohnehin derzeit nur ganz wenig los."

Polizei in Rastenfeld betroffen

Vom Virus betroffen ist auch die Polizeiinspektion in Rastenfeld, wie Bürgermeister Gerhard Wandl auf NÖN-Anfrage bestätigt.

Symbolbild
Weingartner-Foto

Bei einer Amtshandlung sei ein Beamter mit einer infizierten Person in Berührung gekommen. Die Folge: Sechs der zehn Beamten sind in Quarantäne. "Aber der Betrieb unserer Polizeiinspektion konnte aufrecht erhalten bleiben!", betont der Gemeindechef.

Nachbar-Inspektionen helfen aus

Das sei für das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen im Rayon sehr wichtig. In der Praxis unterstützen auch die "Nachbarn", etwas Polizisten aus der PI Gföhl, mit zusätzlichen Streifendiensten die Kollegen der aktuell weniger stark besetzten Dienststelle.

Kaum mehr Besucher im Klinikum

Dass die Corona-Ampel sowohl für den Bezirk als auch die Stadt Krems so wie im  Großteil des Bundesgebietes am Freitag rot leuchtet, hat auch Auswirkungen auf das Universitätsklinikum Krems.

Stark eingeschränkt mussten die Besuche im Universitätsklinikum Krems werden. Nur mehr in Geburten-, Kinder- und Palliativstation ist der Zutritt für Besucher erlaubt.
Landesklinikenholding N

Besuche sind nur mehr auf der Geburten- und der Kinderabteilung sowie bei palliativ betreuten Patienten erlaubt.

Zutrittskontrolle soll schützen

Der Zutritt erfolgt über die zentrale Zugangskontrolle (Fiebermessen, Symptom-Überprüfung mittels Checkliste), alle Besuche werden über ein Besucherprotokoll erfasst. Besuchern mit Krankheitssymptomen ist der Zutritt nicht gestattet. 14 Tage lang gibt es nach einem Kontakt mit einem SARS-CoV 2-positiven Fall kein Zutrittsrecht. Das Tragen von Masken ist verpflichtend. 

Beschränkungen auch für Heime

Betroffen von den Verschärfungen bei den Besuchs-Regelungen sind auch die Pflege- und Betreuungszentren. In diesem Einrichtungen, in der Region in Krems, Brunnkirchen, Mautern und Langenlois - sind pro Bewohner täglich ab sofort nur mehr zwei Besuche mit jeweils maximal zwei Personen erlaubt.