Bestürzung in Etsdorf: Kilian Resch (16) tot. Lehrling wurde mit Fahrrad von Fahrzeug gerammt. Ableben reißt Lücke in Familie und Etsdorfer Feuerwehr. Als neuer JVP-Obmann war Unfallopfer gerade elf Tage im Amt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 28. Juli 2021 (05:26)
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Unfassbar groß ist die Trauer um Kilian Resch (16): Die Bestürzung über seinen Tod reicht weit über seine Familie hinaus.
FF Etsdorf

Bei einem Unfall am frühen Morgen des 24. Juli starb der Etsdorfer Kilian Resch in seinem Heimatort.

Der 16-Jährige war mit seinem Fahrrad in der Neubruckstraße unterwegs, als er vom Pkw eines Walkersdorfers (21) gerammt worden sein dürfte. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Unfalllenker hatte mehr als ein Promille Alkohol im Blut. Besonders tragisch: Die beiden haben einander gut gekannt. Der Pkw-Lenker behauptet, er habe nur ein auf der Fahrbahn liegendes Rad gerammt. Das würde bedeuten, dass der Tote zuvor von einem anderen Auto niedergestoßen worden war. Die Polizei muss jetzt die Spuren auswerten.

Schon kurz darauf sprach es sich wie ein Lauffeuer herum: Beim Unfallopfer handelte es sich um einen überaus engagierten jungen Lehrling, dessen Tod eine riesige Lücke reißt.

„Sehr engagiert und handwerklich geschickt“

Seine Eltern Ursula und Werner Resch – der Vater ist Inhaber des gleichnamigen Kfz-Betriebs in Etsdorf – verlieren das einzige Kind und den potenziellen Nachfolger im Unternehmen. Aber auch in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Etsdorf und der Jungen ÖVP ist die Bestürzung riesig.

„Kilian war seit 2015 bei der Feuerwehrjugend und wurde erst 2020 in den Aktivstand versetzt“, ist Kommandant Dieter Ramssl über den angehenden Kfz-Mechaniker, der als Lehrling bei der Firma Birngruber tätig war, schwer betroffen. „Er war sehr engagiert und vor allem auch handwerklich geschickt. Wenn es ein technisches Problem gab, hat er uns immer tatkräftig unterstützt. Er hatte immer eine Lösung parat.“

Gerade zehn Tage war es am Tag des Unfalls her, dass Kilian Resch zum Obmann der wiederbelebten Ortsgruppe der Jungen ÖVP Etsdorf gewählt worden war. „Das ist natürlich vor allem für die Eltern ein tragisches Ereignis“, ist Grafeneggs Bürgermeister Anton Pfeifer hörbar bestürzt. „Politisch ist Kilian bei der Jungen ÖVP erstmals in Erscheinung getreten. Aber in der Feuerwehr hat er sich schon lange vorbildlich engagiert.“