FPÖ-Wahlplakate in Krems zerstört. Vilimsky-Plakat neben Feuerwehr wurde beschmiert, andere Wahlwerbung im Stadtgebiet rissen Zerstörungswütige herunter. Rosenkranz ortet Aktion „politischer Gegner.“

Von Franz Aschauer. Erstellt am 17. Mai 2019 (06:11)
Johann Lechner
Dieses Bild zeigt das verunstaltete Harald-Vilimsky-Plakat an der Auffahrt zur Bundesstraße

Wie schon in etlichen Wahlkämpfen zuvor, kämpft die FPÖ auch vor der EU-Wahl am 26. Mai mit einer Flut zerstörter Plakate. Am auffälligsten verunstalteten die unbekannten Vandalen ein Plakat des blauen Spitzenkandidaten Harald Vilimsky neben der Feuerwehr, direkt an der Auffahrt zur B 3 Richtung Wien. „Penis“ und „Refugees“ sind in grüner Farbe direkt neben Vilimskys Antlitz zu lesen.

„Ich finde es schade und einfach nur dumm.“

Bei einem Plakat in dieser Größe und in derart prominenter Lage – tausende Autofahrer passieren täglich diesen Straßenabschnitt – ein herber finanzieller Verlust für die FPÖ. Und es ist nicht der einzige in Krems. Über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind von vielen Wahlplakaten nur noch Überreste zu sehen, weil sie mutwillig heruntergerissen wurden.

Anzeigen wird die FPÖ dennoch keine der Sachbeschädigungen. „Wenn wir damit anfangen würden, kämen wir mit den Anzeigen gar nicht nach“, sagt FPÖ-Stadträtin Susanne Rosenkranz.

Die Frau des Klubobmanns der Freiheitlichen, Walter Rosenkranz, ortet die politischen Mitbewerber hinter den Aktionen: „Es herrscht eine aufgeheizte Stimmung gegen die FPÖ. Je stärker wir werden, desto eher greifen die Gegner zu solchen Mitteln. Ich finde es schade und einfach nur dumm.“ Darüber hinaus seien die Vandalenakte nicht gut für das politische Klima. „Das geht nicht von uns aus. Beschmieren tun die Anderen.“