Austritt! Vinea in Zukunft ohne F. X. Pichler. „Smaragde“ wird es im Loibner Weingut F. X. Pichler nicht mehr geben.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 23. Oktober 2020 (04:46)
Symbolbild
Österreichische Hagelversicherug

Zu eng wurde es der Winzerfamilie Pichler aus Loiben im Gebietsschutzverband Vinea Wachau Nobilis Districtus: Vergangene Woche haben Gründungsmitglied Franz Xaver (F. X.) und Sohn Lucas Pichler ihren Austritt bekannt gegeben.

Lucas Pichler ist mit seinem Weingut nicht mehr Mitglied der Vinea Wachau.
privat

Als Gründe für diese Entscheidung werden laut Aussendung der Vinea die strengen vereinsinternen Vorgaben angeführt sowie das Beibehalten der weltbekannten, stilbeschreibenden Bezeichnungen Steinfeder, Federspiel und Smaragd neben dem erst kürzlich eingeführten, dreistufigen DAC-Herkunftssystem. Die Pichlers hätten sich eine Überarbeitung der Vinea-Regelungen wie beispielsweise der Qualitätskriterien gewünscht.

„Unverständlich!“, so kommentiert Franz Hirtzberger senior, ehemaliger Vinea-Obmann, den Schritt seiner Winzerkollegen. „Vor allem der Smaragd ist sowohl in Österreich als auch im Ausland einer der bekanntesten Weinbegriffe überhaupt. Wir müssen uns gut überlegen, was wir wie ändern“, zeigte sich auch Vinea-Obmann-Stellvertreter Herwig Jamek überrascht. Man bleibe in der Vinea nicht stehen, geplant sei etwa die Einführung eines Nachhaltigkeitskonzeptes für den Wachauer Weinbau.