Vinea Wachau für Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Vinea Wachau beschließt gemeinsamen Weg in zertifizierte Nachhaltigkeit und lässt sich als erster Gebietsschutzverband mit dem Gütesiegel „Nachhaltig Austria“ zertifizieren. Umstellung soll bis 2023 abgeschlossen sein.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 12. Mai 2021 (11:05)
Vinea Wachau-Obmann Emmerich Knoll
Monika Loeff

In einer außerordentlichen Generalversammlung am Dienstag (11. Mai) beschloss der Gebietsschutzverband Vinea Wachau Nobilis Districtus (kurz Vinea Wachau) ein Projekt zur Zertifizierung aller Vereinsmitglieder mit dem Gütesiegel „Nachhaltig Austria“ des Österreichischen Weinbauverbandes.

Der Vereinsvorstand unter der Leitung von Obmann Emmerich H. Knoll wurde von den Vinea Wachau-Mitgliedern beauftragt, den ausgearbeiteten Projektplan bis 2023 umzusetzen. Das österreichische Nachhaltigkeits-Gütesiegel vereint eine ressourcen- und umweltschonende Produktion mit ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitskriterien.

Große Mehrheit für nachhaltige Entwicklung

Die Vinea Wachau vertritt rund 200 Wachauer Winzer mit ihren etablierten Marken Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Für die Beschlussfassung wurde eine eigene Generalversammlung einberufen. Sie bildete den Abschluss eines rund zweijährigen Abstimmungsprozesses der Vinea Wachau über ihren weiteren Weg.

In vier öffentlichen Diskussions- und Informationsveranstaltungen sowie zahlreichen kleineren Gesprächsrunden debattierten Vinea Wachau-Mitglieder in den vergangenen Wochen intensiv über mögliche Wege und deren Umsetzungen.

Am Dienstag stimmten schließlich 89 Prozent der anwesenden Mitglieder für den Zertifizierungsvorschlag des Vereinsvorstandes. Er sieht eine schrittweise Umstellung aller Mitgliedsbetriebe auf die Zertifizierung „Nachhaltig Austria“ vor und unterstützt vor allem kleinere Mitgliedsbetriebe dabei aktiv. Die Zertifizierung soll 2023 für alle Mitglieder abgeschlossen sein

„Es ist das Weitergehen eines gemeinsamen Weges. Die gelebte Nachhaltigkeit wird in ihrer Wirkung über die einzelnen Weinbaubetriebe hinausreichen und nicht zuletzt unsere gesamte Region Wachau in ihrer weiteren Entwicklung prägend mitgestalten“, wurde Obmann Knoll in einer Aussendung am Mittwoch zitiert. Er sei „stolz, dass wir vermutlich eines der ersten Weinbaugebiete der Welt sind, das diesen Weg geschlossen und als Gemeinschaft gehen wird.“

www.vinea-wachau.at