Impfung: Keine Hilfe für 226 Senioren. Sie erwecken mit Ihrem Artikel den Eindruck, dass nur 226 Senioren keinen Termin bekommen haben, aber wie viele sind es wirklich, die es mit Hilfe ihrer Kinder (auch schon meist im Pensionsalter und daher nicht sattelfest, was Internet und Co. betrifft) auf eigene Faust versucht haben und gescheitert sind?

Erstellt am 25. Februar 2021 (13:10)

Für meine 90-jährige Mutter in Ehrendorf war auch kein Termin zu ergattern.

Und die Aussage von Notruf-NÖ, sie hätten den wenigen Impfstoff nach Einwohneranzahl verteilt ist in keiner Weise zu akzeptieren. Der Impfstoff müsste nach Anzahl der Impfberechtigten (z.B. 80 Jahre +) minus der bereits Geimpften verteilt werden.

Dass das Waldviertel mehr Impfstoff braucht, kann man auch an den hohen 7-Tages-Inzidenzien in den Bezirken Zwettl, Waidhofen / Thaya und Gmünd erkennen. Die sind zum Teil doppelt so hoch wie in St. Pölten und dreimal so hoch wie in Krems, wo es vergleichsweise massenhaft Impfstoff gibt.

Man wird dafür bestraft, dass man den ärmeren Gegenden (weil immer benachteiligt - und das liegt nicht am Wetter) wohnt, alt und nicht technikafffin ist.

Und Notruf-NÖ ist nicht nur unfähig sondern auch nicht erreichbar, solange man die Corono-Impfung als Grund angibt. Ignoriert man das und gibt andere Gründe an, kann man sowohl telefonisch als auch per Mail in Kontakt treten. In einem nicht korrumpierten System würde man die dafür Verantwortlichen zum Teufel jagen.

Christa Schlapsi, Wien