„Schlampig recherchiert“. Wenn ich die „literarische Tätigkeit“ der Autorin sowie ihre akademische Ausbildung und ihre berufliche Tätigkeit her nehme, so erwarte ich mir schon eine genaue Recherche über Hamerling.

Erstellt am 19. August 2019 (14:21)

Bereits auf Seite 18 des Buches schreibt Ilse Krumpöck von einem „Rupert Johann Hammerling“, der am 24. März 1830 in Kirchberg am Walde geboren wurde. Dazu ist zu sagen, dass in Kirchberg am Walde kein solcher geboren wurde, weder an diesem Tag und auch nicht zu einer anderen Zeit. An diesem Tage wurde ein „Rupertus Hammerling“ geboren. Ilse Krumpöck berichtet hier über einen Dichter, den es gar nicht gibt und hier nicht geboren wurde. Es wurde schlampig recherchiert.

Weiter geht es dann auf Seite 13/14, wo der ehemalige Hamerling Verein aus Kirchberg am Walde eine Ansichtskarte mit dem Titel „Zur Förderung der Deutsch Nationalen Presse“ herausgegeben haben soll. Natürlich falsch. Diese Ansichtskarte ist aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Und so geht das Buch fehlerhaft auf 319 Seiten mit Beschimpfungen von Hamerling zu Ende. Auch Bewohner von Kirchberg kommen nicht ungeschoren davon und werden diffamiert. Das ist kein Sachbuch, sondern eher ein schlechter Roman.

Rudolf Tauber, Kirchberg am Walde

Zum Bericht über Ilse Krumpöcks Buch „Zündstofflieferant Robert Hamerling“ erreichte die NÖN folgender Leserbrief